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Streit um Preis in Frankfurt: Schah-Sohn Pahlavi an die EU: Teheran wie Putin behandeln 

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerNovember 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Streit um Preis in FrankfurtSchah-Sohn Pahlavi an die EU: Teheran wie Putin behandeln 

Reza Pahlavi, Oppositionspolitiker und Sohn des iranisch Schahs, spricht bei einer Pressekonferenz im Europäischen Parlament. (Foto: picture alliance/dpa)

Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, soll in Frankfurt einen Freiheitspreis für das iranische Volk entgegennehmen. Das stößt auf Widerstand. In Brüssel weist Pahlavi die Kritik zurück und fordert die EU zu einem härteren Kurs gegen die Führung in Teheran auf. 

Der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi hat bei einem Besuch im EU-Parlament die Staatengemeinschaft zu einem härteren Vorgehen gegen die Führung in Teheran aufgerufen. Die EU solle Netzwerke kappen und Diplomaten ausweisen, den wirtschaftlichen Druck mit Sanktionen erhöhen und gemeinsam mit Technologiefirmen den Internetzugang für Iranerinnen und Iraner sichern, forderte Pahlavi in Brüssel. Die EU solle im Umgang mit dem Iran dieselbe Entschlossenheit an den Tag legen wie gegenüber Kremlchef Wladimir Putin.

Pahlavi macht die Führung in Teheran für den Tod Tausender Menschen verantwortlich. Der im US-Exil lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs hat sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht. Viele sehen die Personalie kritisch, insbesondere wegen der monarchistischen Vergangenheit des Landes. Die Linken-Europaabgeordnete Özlem Demirel teilte mit: „Die Menschen im Iran kämpfen seit Jahren für Demokratie, Freiheit, Frauenrechte, soziale Sicherheit und gleichberechtigte Teilhabe aller Ethnien – nicht für eine Krone!“ Pahlavi erklärte, er verstehe sich nur als „Brücke“ zu einer Demokratie. Am Ende müsse es ein Referendum geben.

Kontroverse um Preisvergabe

Darüber hinaus äußerte sich Pahlavi zur Verleihung des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung an das iranische Volk, den er treuhänderisch entgegennehmen soll. Das kritisieren etwa iranische Organisationen, ehemalige Gefangene aus der Schah-Zeit, Linke, die Parteien Volt und Grüne in Frankfurt sowie ein offener Brief, den etwa der frühere deutsche UN-Botschafter Joachim Rücker und die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries unterzeichneten.

Pahlavi erklärte dazu: „Ich bin nur der Hüter dieser Auszeichnung“. Dass die liberale politische Stiftung seinen Aufruf zum Handeln erkannt habe, zeige seine zentrale Rolle. Viele seiner Landsleute, sowohl im Iran als auch im Ausland, teilten ihm zufolge die Unterstützung durch die Stiftung. Kritikern warf er vor, Propaganda-Narrative zu verbreiten.

Der Freiheitspreis wird seit 2006 alle zwei Jahre für herausragendes Engagement zugunsten einer liberalen Bürgergesellschaft verliehen. Die Veranstaltung soll am Samstag in der Frankfurter Paulskirche stattfinden.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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