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Startseite»Politik»Studierende geben Hälfte ihres Einkommens für Wohnen aus
Politik

Studierende geben Hälfte ihres Einkommens für Wohnen aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 15.07.2026 • 10:32 Uhr

Mieten und Nebenkosten setzen Studierende finanziell unter Druck. Wer nicht mehr bei den Eltern lebt, gibt im Schnitt 54 Prozent seines verfügbaren Einkommens für Wohnen aus. Viele sind überbelastet.

Studierende mit eigener Haushaltsführung wenden im Durchschnitt 54 Prozent ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten auf. Das geht aus der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. In der Gesamtbevölkerung liege der entsprechende Anteil bei 24 Prozent und damit weniger als halb so hoch.

Besonders hoch ist die Belastung für Studierende, die allein leben. Sie geben laut Destatis im Durchschnitt 56 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen aus. Wer ausschließlich mit anderen Studierenden oder Auszubildenden zusammenlebt, kommt auf 49 Prozent.

Zwei Drittel gelten als überbelastet

Nach der Definition der europäischen Statistikbehörde Eurostat gelten Haushalte als durch Wohnkosten überbelastet, wenn sie mehr als 40 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen aufbringen müssen – auch nach Abzug möglicher Wohnzuschüsse wie Wohngeld.

Bei Studierenden mit eigener Haushaltsführung trifft das laut den Daten auf 65 Prozent zu. In der Gesamtbevölkerung sind es lediglich elf Prozent. Betrachtet man alle Studierenden – unabhängig davon, ob sie noch bei den Eltern wohnen oder mit anderen zusammenleben – gelten 28 Prozent als überbelastet.

Nur wenig Geld zur Verfügung

Die Hälfte der Studierenden mit eigener Haushaltsführung verfügt den Angaben zufolge über ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 963 Euro im Monat. Der Wert beschreibt den Median: Die eine Hälfte hat weniger, die andere mehr Einkommen zur Verfügung.

Den größten Teil ihres Einkommens erwirtschaften Studierende selbst. Im Durchschnitt stammen 45 Prozent ihrer Einkünfte aus Erwerbstätigkeit. Weitere 29 Prozent kommen aus privater Unterstützung, etwa durch Unterhaltszahlungen von Eltern oder Angehörigen. BAföG-Leistungen und Stipendien machen im Schnitt 14 Prozent aus, sonstige Einkünfte wie Kindergeld oder Hinterbliebenenrenten zwölf Prozent.

Daten aus EU-Statistik

Die Zahlen stammen aus der europäischen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025, die in Deutschland als Teil des Mikrozensus durchgeführt wird.

Als Studierende mit eigener Haushaltsführung gelten dabei volljährige Studierende, die allein oder ausschließlich mit anderen Studierenden oder Auszubildenden zusammenleben. Die Wohnkosten umfassen neben Miete oder Belastungen für Wohneigentum auch Nebenkosten sowie weitere wohnungsbezogene Ausgaben.

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