Südkorea ausgestochenKanada vergibt seinen Mega-U-Boot-Auftrag an TKMS
Der deutsche Nato-Verbündete Kanada sucht eine Werft für den Bau von einem Dutzend neuer U-Boote. Die Bundesregierung legt sich für den Milliarden-Auftrag mächtig ins Zeug – und hat Erfolg. Der Zuschlag stärkt zugleich massiv die Verbindungen zwischen Ottawa und Europa.
Die kanadische Regierung will ihre neuen U-Boote vom Nato-Verbündeten Deutschland bauen lassen. Der milliardenschwere Auftrag für bis zu zwölf U-Boote geht an den Kieler Marineschiffbauer TKMS, wie der kanadische Premierminister Mark Carney in Halifax mitteilte.
Der Konzern treibt seit Monaten seine Bemühungen um den milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Kanada voran. Unterstützt wird das Unternehmen von der Bundesregierung und dem Partner Norwegen. TKMS ist eines von zwei Unternehmen, die von Kanada für die Lieferung von bis zu zwölf modernen U-Booten in die engere Wahl gezogen wurden. Das deutsche Unternehmen setzte sich damit gegen den Konkurrenten Hanwha Ocean aus Südkorea durch.
Kanada steht unter dem Druck der USA, seine Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Das Land hat das Nato-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Militär früher als ursprünglich geplant erreicht. Die Staats- und Regierungschefs der Allianz haben vereinbart, bis 2035 fünf Prozent des BIP in die Verteidigung und sicherheitsrelevante Investitionen zu stecken.
Auf dem anstehenden Nato-Gipfel in Ankara will Kanada zudem rund zehn Gründungsnationen für eine globale Verteidigungsbank vorstellen. Wie Reuters bereits berichtete, soll die „Defence, Security and Resilience Bank“ (DSRB) bis zu 100 Milliarden Pfund an günstigen Finanzmitteln für die Verteidigung verbündeter Nationen mobilisieren.
