Südkorea will Zerstörer schickenMehrere Vorfälle mit Schiffen in Straße von Hormus
Eine Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus ist nach wie vor weit entfernt. Erneut kommt es zu mehreren Vorfällen in der Meerenge. Hilfe soll bald aus Südkorea kommen, wird sich allerdings auf offenes Gewässer beschränken.
In der Straße von Hormus sind nach iranischen Angaben erneut Schiffe in Brand geraten. Zwei Tanker und ein Schlepper seien in der Nacht von den Zwischenfällen betroffen gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Iranischen Revolutionsgarden.
Ein Tanker sei auf eine Mine aufgefahren, hieß es. Zur Ursache des Brandes auf dem zweiten Tanker gab es in dem Bericht keine Informationen. Der Schlepper habe sich ursprünglich zur Brandbekämpfung genähert und sei dann selbst in Brand geraten. Die iranischen Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
In der Straße von Hormus, einer für den weltweiten Handel mit Öl und Gas wichtigen Meerenge, kam es zuletzt immer wieder zu Angriffen auf Schiffe. Die USA machen den Iran dafür verantwortlich.
Südkorea kündigt Hilfe an
Südkorea will sich derweil an der Absicherung der Schifffahrt beteiligen. Das Verteidigungsministerium in Seoul teilte mit, dass es im Rahmen einer Mission zur Offenhaltung der Schifffahrtswege unter anderem ein Militärschiff, ein Flugzeug zur Seeraumüberwachung und Experten für Kampfmittelräumung in die Gewässer nahe der vom Iran blockierten Meerenge entsenden werde.
Laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums will Seoul den Einsatzbereich seiner Einheit „Cheonghae“ zur Pirateriebekämpfung auf die Gewässer nahe der Straße von Hormus ausweiten. „Die Erweiterung des Auftrags der „Cheonghae“-Einheit dient dem Schutz unserer Staatsbürger und der Wahrung unserer wirtschaftlichen Interessen“, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums.
Die Einsätze beschränken sich demnach auf die offenen Gewässer südlich des Oman. Den Seeaufklärungsflugzeugen ist es laut dem Sprecher zudem untersagt, „während ihrer Missionen iranisches Staatsgebiet, iranische Hoheitsgewässer oder das Innere der Straße von Hormus ins Visier zu nehmen oder zu überwachen“.
Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, umfasst der Einsatz einen Zerstörer, ein Seeaufklärungsflugzeug vom Typ P-8, ein Team zur Kampfmittelräumung, unbemannte Überwasser- und Unterwasserfahrzeuge sowie ferngesteuerte Unterwasserroboter.
