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Startseite»Nachrichten»Teurer Iran-Krieg: Teherans Außenminister spottet über US-Verluste
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Teurer Iran-Krieg: Teherans Außenminister spottet über US-Verluste

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Teurer Iran-KriegTeherans Außenminister spottet über US-Verluste

Trump-Verhöhnung in Teheran. (Foto: IMAGO/NurPhoto)

Schon kurz nach dem Angriff auf den Iran erklärt US-Präsident Trump das dortige Regime für quasi besiegt. Sechs Monate später dauert der Krieg an und dem US-Militär muss gegenüber dem Kongress massive Schäden und Munitionsmangel einräumen. Eine willkommene Steilvorlage für die Führung in Teheran.

Der Munitionsmangel des US-Militärs und die Verluste im Krieg gegen den Iran sind von der Führung in Teheran mit reichlich Spott quittiert worden. Hunderte US-Militäreinrichtungen in der Region seien „in Stücke geschossen“ worden, Dutzende US-Flugzeuge verbrannt, höhnte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X. Er bezog sich dabei auf Angaben des US-Verteidigungsministeriums. Die Behauptung, der Iran sei wehrlos, sei nichts als „Fiktion“, schrieb Araghtschi.

Zuvor hatte das US-Militär in einem Bericht an das Parlament in Washington eingeräumt, dass iranische Angriffe „Hunderte Gebäude und Strukturen“ auf US-Militärstützpunkten in den verbündeten Staaten Kuwait, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Staaten, Saudi-Arabien, dem Irak, Oman und Jordanien beschädigt oder zerstört hätten. Zudem seien im Verlauf des Krieges Dutzende Kampfjets, Drohnen und andere Fluggeräte des US-Militärs zerstört oder beschädigt worden, hieß es. Das sei „nur die Spitze des Eisberges“, behauptete Araghtschi.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits kurz nach Beginn des Krieges gegen den Iran, der mit Angriffen des amerikanischen und israelischen Militärs am 28. Februar seinen Anfang genommen hatte, verkündet, die Islamische Republik habe „absolut keine Verteidigung“ und keine Führung mehr. Die iranische Marine und Luftwaffe seien vernichtet. Inzwischen dauert der Konflikt allerdings seit mehr als sechs Monaten an.

Vor allem Abfangmunition wird knapp

Eine Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums hatte in einem Bericht an den Kongress gravierende Munitionsengpässe infolge des Krieges festgestellt. Der Munitionsverbrauch habe „strategische Bestandslücken“ verursacht und „Engpässe in der Rüstungsindustrie bei der Nachschubversorgung offenbart“. Unter anderem sei eine große Anzahl kostspieliger Abfangflugkörper wie THAAD- und Patriot-Raketen verbraucht worden. THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) steht für ein Verteidigungssystem, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren kann. Laut dem Bericht hat der Iran auch eine THAAD-Radarstation im Wert von 500 Millionen Dollar (433 Millionen Euro) zerstört. 

Wie das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Beamte in den USA und in der Region berichtet, verbrauchte das US-Militär allein bei der Abwehr eines iranischen Angriffs mit rund 20 ballistischen Raketen in Jordanien in der vergangenen Woche 60 bis 70 Patriot-Abfangraketen. Zudem sollen mehr als ein Dutzend Thaad-Abfangraketen eingesetzt worden sein. Das sei so viel, wie die USA zu anderen Zeitpunkten des Krieges in einer ganzen Woche verbraucht hätten, hieß es. 

Das Pentagon schätzt laut dem Berichts der Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums die gesamten Kosten des Kriegseinsatzes bis Ende Juni auf 33,4 Milliarden US-Dollar. Verbrauchte Munition ist dabei mit über 22 Milliarden Dollar der mit Abstand größte Posten.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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