Tod im Hotel
Rugbyspieler „auf tragische Weise verstorben“
Ein tragischer Vorfall schockiert die Rugbywelt: Der südafrikanische Profi Hyron Andrews stirbt fern von zuhause während der Vorbereitung auf ein Spiel. Der südafrikanische Verband berichtet von einem tödlichen Sturz.
Der südafrikanische Rugbyspieler Hyron Andrews ist in Frankreich tot aufgefunden worden. In einer Erklärung des südafrikanischen Verbandes heißt es, der Angreifer sei nach einem Sturz „auf tragische Weise verstorben“. Andrews sollte mit den Lions aus Johannesburg am Samstag im Champions Cup auf La Rochelle treffen. Der 31-Jährige sei im Teamhotel gefunden und von Rettungskräften erstversorgt worden, sein Leben konnte jedoch nicht mehr gerettet werden. Der Staatsanwalt in La Rochelle bestätigte, dass Ermittlungen zur Klärung der Todesursache eingeleitet wurden. Derzeit gehe man von einem Unfalltod aus.
„Das sind schreckliche und erschütternde Nachrichten; unsere Gedanken sind bei Hyrons Familie und der gesamten Lions-Rugby-Gemeinschaft“, sagte Mark Alexander, Präsident des südafrikanischen Rugby-Verbandes. Die Nachricht eines tödlichen Vorfalls rund um das Team aus Südafrika hatte bereits weit vor der offiziellen Erklärung die Runde gemacht. Der Name des betroffenen Spielers wurde jedoch zunächst nicht genannt, da seine Familie noch nicht benachrichtigt werden konnte. Das ist inzwischen geschehen.
Teamkollegen treten an
„Es gibt keine Worte, um unsere Bestürzung und das tiefe Mitgefühl, das wir für seine Frau Maighlin sowie für seine Verwandten, Freunde, Teamkollegen und Angehörigen in dieser Zeit tiefer Trauer empfinden, angemessen auszudrücken. Hyron war ein angesehenes Mitglied der Rugby-Gemeinschaft, dessen Beitrag zum Sport und dessen Einfluss auf seine Mitmenschen in bester Erinnerung bleiben werden“, heißt es weiter vom Verband.
Die Mitspieler des Verstorbenen haben inzwischen beschlossen, zum Spiel zu Ehren ihres Mannschaftskameraden anzutreten. Die Lions hatten sich auf ihr Debüt in dem hochkarätigen Klubwettbewerb am Samstag vorbereitet, nachdem sie nach einer deutlichen 15:57-Niederlage gegen die Bulls, ihre südafrikanischen Rivalen, nach Europa geflogen waren.
Wie der englische „Guardian“ berichtet, ereignete sich der tragische Vorfall am zehnten Jahrestag des Todes des ehemaligen Trainers Anthony Foley, der 2016 in einem Pariser Hotelzimmer verstorben war. Der 42-jährige Foley starb am Vorabend eines europäischen Spiels gegen Racing 92 im Schlaf, nachdem sich aufgrund einer Herzerkrankung Flüssigkeit in seiner Lunge angesammelt hatte.
Verwendete Quellen: ntv.de, ter
