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„Träume, nach Beirut zu fahren“: Israels Präsident streckt Libanon „Hand zum Frieden“ aus – Angriffe gehen weiter

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Träume, nach Beirut zu fahren“Israels Präsident streckt Libanon „Hand zum Frieden“ aus – Angriffe gehen weiter

Die Zukunft des Libanons müsse in Beirut und nicht in Teheran bestimmt werden, fordert der israelische Präsident Herzog. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ungeachtet einer Waffenruhe gehen die Kämpfe im Libanon weiter. Derweil wendet sich der israelische Präsident Herzog mit einer Botschaft an das libanesische Volk. In Israel wolle man „Frieden mit dem Libanon“, sagt er – dafür müsste das Land aber einige Forderungen erfüllen.  

Der israelische Präsident Izchak Herzog hat sich mit einer Friedensbotschaft in arabischer Sprache an das libanesische Volk gewandt. „Von der Nordgrenze (Israels) strecke ich die Hand zum Frieden aus, dem libanesischen Präsidenten und dem libanesischen Volk“, sagte Herzog. Der Libanon müsse frei sein vom Einfluss der proiranischen Hisbollah-Miliz, des Irans und von Terrororganisationen und als freier und souveräner Staat existieren, forderte er.

„Ich träume davon, nach Beirut zu fahren“, sagte Herzog weiter. Dieser Traum könne Wirklichkeit werden, „aber nur, wenn die Zukunft des Libanons in Beirut und nicht in Teheran bestimmt wird“.

In einer weiteren Botschaft in englischer Sprache sagte der Präsident: „Die Situation ist sehr klar: Wir in Israel wollen Frieden mit dem Libanon.“ Das israelische Volk unterstütze dies. Dafür müssten die libanesische Führung und das libanesische Volk aber klarmachen, „dass sie Frieden und nicht Terror wollen“.

Ungeachtet einer Waffenruhe greifen sich Israel und die Hisbollah weiterhin gegenseitig an. Das israelische Militär ist weiterhin mit Truppen im Libanon präsent und rückte zuletzt auch immer weiter vor. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete zahlreiche Luftangriffe in weiten Teilen des Südens und im Osten des Landes. Dabei wurden ersten Angaben zufolge mindestens 13 Menschen getötet. Ein Drohnenangriff auf ein Fahrzeug in der Küstenstadt Sidon südlich der Hauptstadt Beirut tötete zwei Menschen, berichtete die Staatsagentur weiter.

Die Hisbollah ist im Libanon nicht nur eine Miliz, sondern auch eine Partei und stellt weite Teile der allgemeinen Infrastruktur für die Bevölkerung in den von ihr kontrollierten Gebieten. Bei Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Repräsentanten in Washington über eine dauerhafte Waffenruhe hat es bisher keinen Durchbruch gegeben. Der Libanon und Israel pflegen keine diplomatischen Beziehungen und haben nie ein Friedensabkommen geschlossen. Seit April sprechen israelische und libanesische Regierungsvertreter zum ersten Mal seit 1983 auf politischer Ebene direkt miteinander.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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