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Transits steigen trotz Minen an: Iran erlaubt Hormus-Durchfahrt nur mit schriftlicher Anmeldung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Transits steigen trotz Minen anIran erlaubt Hormus-Durchfahrt nur mit schriftlicher Anmeldung

Die Straße von Hormus ist ein Nadelöhr des weltweiten Öl- und Gashandels. (Foto: -/The Visible Earth/NASA/dpa)

Nach der Vereinbarung des US-Abkommens mit dem Iran nimmt der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus erstmals seit Monaten leicht zu. Doch vorher müssen die Reedereien eine Reihe von bürokratischen Auflagen erfüllen.

Nachdem sich der Iran und die USA auf eine zeitweise freie Schifffahrt in der Straße von Hormus geeinigt hatten, signalisiert die Islamische Republik neue Regeln für die Zukunft. Gebühren für Sicherheit, Umweltdienstleistungen und Versicherungen würden in einem 60-tägigen Zeitraum nicht erhoben, teilte die kürzlich gegründete Persian Gulf Strait Authority in englischer Sprache auf X mit.

Dass der Iran sich im Zuge des Abkommens mit den USA für die Erhebung von Gebühren in der wichtigen Meerenge einsetzen würde, zeichnet sich seit einer Weile ab. Neu scheint in der aktuellen Veröffentlichung der Verweis auf mögliche Kosten für Versicherungen. Auch die britische „Financial Times“ berichtet unter Berufung auf Schifffahrtskreise, dass sich in der Straße von Hormus neue Versicherungsbedingungen abzeichneten.

Anträge zur Durchfahrt müssten bei der Behörde auch im Übergangszeitraum online und mit mindestens 48 Stunden Vorlauf eingereicht werden, hieß es in einer Veröffentlichung der iranischen Behörde. Als Kontaktmöglichkeiten wurden eine E-Mail-Adresse und eine Website genannt. Zudem wird eine verpflichtende Versicherung für Durchfahrten aufgeführt.

Anzahl zu räumender Minen in Meerenge unklar

Der Schifffahrtsdatenanbieter „AXSMarine“ sprach indessen vom stärksten Anstieg der Durchfahrten durch die Meerenge in den vergangenen zwei Monaten. Am Donnerstag habe das Unternehmen 25 Transite gezählt. Vor Ausbruch des Konflikts habe es über Hundert tägliche Passagen gegeben. Zudem notierte das Unternehmen zuletzt die stärkste Störung von Schiffssignalen seit Kriegsbeginn.

Unklar ist zudem, ob und wie viele Seeminen der Iran in dem Gebiet verlegt hat. Die britische Zeitung „Guardian“ zitierte eine Aussage von Phil Belcher, Schifffahrtsexperte des Verbands Intertanko; nach seinem letzten Stand seien 80 Minen in der Meerenge verlegt. In einem Bericht von Mitte Mai zitierte der US-Sender CBS News unter Berufung auf anonyme US-Geheimdienstmitarbeiter, dass die USA mindestens zehn Minen in dem Seegebiet identifiziert hätten.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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