Trump droht mit SchlimmeremUS-Militär greift nach Tanker-Attacke erneut im Iran an
Die zweite Nacht in Folge greift das US-Militär Ziele im Iran an. Erneut soll es sich um einen Vergeltungsschlag handeln. Zuvor hatte es eine Attacke auf einen Tanker in der Straße von Hormus gegeben. US-Präsident Trump droht der Islamischen Republik mit weitaus härteren Konsequenzen.
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut einen Vergeltungsschlag gegen den Iran verübt. Mehrere Ziele – darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – seien angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Grund sei eine vorangegangene Attacke des Irans auf einen Frachter gewesen.
Der iranische Staatssender Irib meldete in der Nacht, in einem Dorf bei der Stadt Sirik seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen. Wenig später hieß es, Geschosse seien in einen Kommunikationsturm eingeschlagen. Vier Geschosse schlugen laut Irib in Außenbezirken der iranischen Hafenstadt Bandar-Lengeh in der Provinz Hormusgan ein. Auch auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus soll es demnach Einschläge gegeben haben.
Es ist der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben – als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag. „Es ist ein größerer Angriff als gestern Abend“, sagte ein hochrangiger US-Beamter dem Sender Fox News zu dem jüngsten Vergeltungsschlag.
Trump: USA könnten „begonnenes Werk“ im Iran vollenden
Am Samstag hatte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitgeteilt, dass ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Die genauen Hintergründe dieses Vorfalls blieben aber zunächst unklar. Laut Centcom handelte es sich bei dem Schiff um die unter panamaischer Flagge fahrende „Kiku“. Der Tanker sei am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf einen US-Beamten. Das Frachtschiff soll laut Centcom mit mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl beladen gewesen sein.
US-Präsident Donald Trump bestätigte die jüngsten Angriffe auf Truth Social und zeigte sich verärgert über den Iran. Der US-Angriff sei die Vergeltung für einen erneuten Verstoß gegen die Waffenruhe seitens des Irans, schrieb er. „Es ist gut möglich, dass sie es nie lernen werden! Es könnte ein Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sein werden, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu vollenden“, so Trump weiter. „Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren.“
