Mit dem Iran-Krieg ist das Tanken auch in den USA deutlich teurer geworden. Nun verspricht US-Präsident Trump Abhilfe: Autofahrer sollen steuerfreien, „roten“ Diesel nutzen können. Der ist bisher nur in der Landwirtschaft erlaubt.
Angesichts der seit Monaten steigenden Spritpreise hat US-Präsident Donald Trump Entlastungen in Aussicht gestellt. Dafür unterzeichnete er ein Dekret, durch das Autofahrerinnen und Autofahrer den sogenannten roten, steuerfreien Diesel tanken können. Der rot eingefärbte Kraftstoff ist sonst nur für den Betrieb landwirtschaftlicher Maschinen vorgesehen und nicht für im Straßenverkehr genutzte Fahrzeuge.
Seine Anordnung werde es jedem ermöglichen, den steuerfreien Diesel „für beliebige Zwecke zu erwerben“, versprach Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Nebraska. Ihm selbst sei der Kraftstoff nicht vertraut. „Ich weiß beim besten Willen nicht, was das ist, aber was auch immer es ist – es soll sehr gut sein“, so Trump.
Midterms setzen Republikaner unter Druck
Mit Ausbruch des Krieges in Iran waren auch in den USA die Spritpreise gestiegen. Hinzu kommen hohe Lebensmittelpreise und und Lebenshaltungskosten, was die Zustimmungswerte für Trump und seine Republikaner in Umfragen rapide sinken ließ. Die blicken daher immer angespannter auf die Zwischenwahlen, die sogenannten Midterms, in knapp einem Monat.
In einem mit dem Dekret zusammen veröffentlichten Informationsblatt wird der Iran-Krieg in Zusammenhang mit den hohen Spritpreisen aber nicht erwähnt. Der Preisanstieg wird auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie auf eine weltweite Knappheit an Kapazitäten bei Ölraffinerien zurückgeführt.
