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Startseite»Politik»Trump will nun doch keine Gebühren für Hormus-Durchfahrt erheben
Politik

Trump will nun doch keine Gebühren für Hormus-Durchfahrt erheben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 14.07.2026 • 19:23 Uhr

Erst am Montag sorgte US-Präsident Trump mit seinem Entschluss für Unmut, eine Maut für die Passage der Straße von Hormus zu fordern. Jetzt hält er selbst nichts mehr von dem Konzept – und präsentiert eine neue Idee.

Nur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus rückt US-Präsident Donald Trump wieder von seiner Idee ab. Stattdessen schweben ihm nun Handels- und Investitionsabkommen mit den Golfstaaten vor. Die Angriffe des US-Militärs gegen Ziele in Iran gingen unterdessen in der Nacht weiter. Und eine diplomatische Lösung ist weiter nicht in Sicht.

Trump kündigte zuletzt auf seiner Plattform Truth Social an, er habe nach „äußerst produktiven Gesprächen“ mit namentlich nicht genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten beschlossen, die Gebühr „durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden“.

Der Präsident behauptete, dass die nicht bezifferten Investitionen „massiv“ und von Vorteil für die Golfstaaten werden würden. Unklar war zunächst, mit wem Trump gesprochen hat und ob Golfstaaten derartigen Plänen tatsächlich zugesagt haben.

Trump „mag das Konzept einer Gebühr nicht“

Der US-Präsident sagte bei einer Pressekonferenz mit dem irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi, dass er nach der Ankündigung einer Hormus-Gebühr von Menschen aus verschiedenen Ländern angerufen worden sei. Diese hätten andere Ideen vorgeschlagen – auch Milliardeninvestitionen in den USA seien ins Spiel gebracht worden.

Trump betonte auch, er fände es gut, dass „niemand“ eine Gebühr für die Nutzung der Straße von Hormus verlangen sollte. „Ich mag das Konzept einer Gebühr nicht“, sagte er weiter.

Noch einen Tag zuvor schrieb Trump, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der für den weltweiten Ölhandel strategisch wichtige Straße von Hormus aus „Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Das solle die Kosten, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfallen, kompensieren.

Organisationen wie die Weltschifffahrtsorganisation IMO oder der Verband Deutscher Reeder (VDR) hatten Trumps Idee kritisiert.

Seeblockade iranischer Häfen soll fortbestehen

An der erneuten Seeblockade iranischer Häfen im Persischen Golf will Trump jedoch festhalten. Sie werde „vollständig“ umgesetzt, schrieb er nun. Die Meerenge sei „offen für den gesamten Schiffsverkehr mit Ausnahme Irans“, ergänzte Trump. Die Seeblockade sollte nach Armeeangaben am Dienstag um 22 Uhr deutscher Zeit beginnen.

Der US-Präsident deutete zugleich eine Fortsetzung der Angriffe auf iranische Ziele an. Die Führung in Teheran habe Iran auf den „Weg einer vollständigen Zerstörung“ geführt, so Trump.

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