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Dritter Blackout binnen Tagen: In Kuba fällt wieder landesweit der Strom aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Dritter Blackout binnen TagenIn Kuba fällt wieder landesweit der Strom aus

Es war der dritte derartige Stromausfall in Kuba seit Monatsbeginn und der fünfte seit Jahresbeginn. (Foto: REUTERS)

Die Stromversorgung in Kuba bleibt extrem instabil. Zum dritten Mal innerhalb von gut einer Woche fällt im gesamten Land das Netz aus. Veraltete Infrastruktur und fehlender Treibstoff verschärfen die Versorgungskrise.

Im krisengeplagten Kuba ist zum dritten Mal in gut einer Woche landesweit der Strom ausgefallen. Gegen 11.05 Uhr (Ortszeit, 17.05 Uhr MESZ) sei die Elektrizitätsversorgung vollständig unterbrochen worden, erklärte das staatliche Elektrizitätsunternehmen UNE. Die Behörden des kommunistisch geführten Karibikstaats gaben zunächst keine Ursache an. Es war der dritte derartige Stromausfall in Kuba seit Monatsbeginn und der fünfte seit Jahresbeginn. Bei zwei Stromausfällen in der vergangenen Woche dauerte es jeweils mehr als 24 Stunden, bis die Elektrizität wieder verfügbar war.

Im kubanischen Stromnetz kommt es wegen der veralteten Technik immer wieder zu Pannen. Zudem verhängte US-Präsident Donald Trump im Januar eine Ölblockade gegen den Inselstaat. Dies sorgte dafür, dass der langjährige Verbündete Venezuela seine Öllieferungen an Kuba einstellte; außerdem verschärfte sich die Wirtschaftskrise.

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit der kubanischen Revolution 1959 angespannt. Mit dem Beginn der zweiten Amtszeit Trumps hat sich die Lage nochmals verschärft: Seine Regierung erhöht seit Monaten den Druck, um in Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu erzwingen. Trump brachte dabei mehrfach auch eine Übernahme Kubas ins Spiel. Auch sein Außenminister Marco Rubio, Sohn kubanischer Einwanderer, hofft seit langem auf einen Machtwechsel in Kuba.

Die kubanische Regierung hat unter enormem Druck aus Washington zuletzt erneut Schritte zur Liberalisierung der Wirtschaft des Landes unternommen. Weitere Wirtschaftssektoren würden für Privatunternehmen geöffnet und das Genehmigungsverfahren für neue Unternehmen gestrafft werden, teilte der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel in einer Fernsehansprache mit. Diese Reformen würden „bald diskutiert und sehr zügig verabschiedet werden“. Im Jahr 2021 waren in Kuba private Unternehmen zugelassen worden, die bis zu 100 Personen beschäftigen dürfen. Seither sind sie zu einem zunehmend wichtigen Bestandteil der kubanischen Wirtschaft geworden.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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