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Startseite»Nachrichten»Ukraine soll nächster großer Wendepunkt gelungen sein
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Ukraine soll nächster großer Wendepunkt gelungen sein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 19, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Auffälligkeiten bei GefechtenUkraine soll der nächste bedeutende Wendepunkt gelungen sein

Übernehmen die ukrainischen Streitkräfte derzeit die Initiative an der Front? (Foto: AFP)

Unter anderem durch die immer massiveren Luftangriffe auf Russland entsteht der Eindruck, dass die Ukraine sich in ihrem Verteidigungskampf mittlerweile in einer stärkeren Position befindet. Die russische Offensive ist zudem nahezu zum Erliegen gekommen. Und möglicherweise verstärkt Kiew aktuell Gegenangriffe.

Den ukrainischen Streitkräfte führen laut Armeechef Oleksandr Syrskyj an der Front mehr Angriffsoperationen durch als die Russen. Dies sagte er in einem Interview mit dem Portal Militarnyi. Syrskyj nannte als einen der Gründe die „erheblichen Verluste“ aufseiten der Kreml-Truppen. Gleichzeitig würden diese aber weiterhin 35 bis 40 Angriffe pro Tag in wichtigen Gebieten durchführen.

Dass sich das Verhältnis zugunsten der Ukraine geändert haben könnte, lässt sich auch aus den täglichen Berichten des ukrainischen Generalstabes zum Kampfgeschehen erahnen. Für Montag beispielsweise meldete die Armee insgesamt 236 Gefechte. In einer Auflistung sind zudem die russischen Angriffe in verschiedenen Abschnitten der Front zu finden. Insgesamt sind es 115, darunter alleine 40 im am stärksten umkämpften Gebiet Pokrowsk.

Das heißt im Umkehrschluss, dass die Ukraine für die restlichen 121 Gefechte verantwortlich sein könnte – sechs mehr als die russische Seite. In der Vergangenheit wurden sonst in der Regel deutlich mehr Angriffe durch die Kreml-Truppen als durch die Ukrainer gemeldet.

Ein ähnliches Bild ergab sich zudem auch am Sonntag. Insgesamt sprach die ukrainische Armee von 234 Gefechten im Laufe des Tages. Dabei wurden 114 russische Angriffe gemeldet. Kiews Streitkräfte könnten somit für die restlichen 120 Gefechte verantwortlich sein. Die Angaben des Generalstabs können allerdings nicht unabhängig überprüft werden.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am Sonntagabend in seiner Videoansprache, in den vergangenen 24 Stunden habe es mehr aktive Operationen der ukrainischen Seite als der russischen gegeben.

Kaum Geländegewinne, mehr Luftangriffe

Nach einer AFP-Analyse von Daten des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) hatte Russland im März das erste Mal seit zweieinhalb Jahren fast keine Geländegewinne erzielt. Demnach nahmen die russischen Streitkräfte nur 23 Quadratkilometer ukrainisches Territorium ein.

Die Ukraine ist nach Ansicht vieler Experten aktuell in einer deutlich besseren Lage als noch vor einigen Monaten, auch wenn die Situation in besonders umkämpften Gebieten wie Pokrowsk weiterhin schwierig ist.

Ein weiterer Indikator sind die immer stärker werdenden Luftangriffe tief im russischen Hinterland. Die Ukraine hat ihre Fähigkeiten in diesem Bereich stetig ausgebaut. Zuletzt gab es so massive Attacken auf Moskau wie noch nie. „Der Krieg ist spätestens jetzt in Russland angekommen“, sagte Militärexperte Oberst Reisner ntv.de.

Quelle: ntv.de, rog

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