Die Straße von Hormus ist weitgehend blockiert: Nun teilt die US-Armee mit, erneut ein Schiff auf dem Weg nach Iran gewaltsam gestoppt zu haben. Eine Rakete sei auf die „Lian Star“ abgefeuert worden, hieß es.
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben am Freitag ein Frachtschiff im Golf von Oman beschossen. Die „Lian Star“, die unter der Flagge von Gambia unterwegs war, habe sich einem iranischen Hafen genähert, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.
Um es zu stoppen, seien erst mehr als 20 Warnschüsse abgegeben worden. Daraufhin habe ein Kampfflugzeug eine Rakete in den Maschinenraum des Schiffes abgefeuert und es manövrierunfähig gemacht. Nähere Angaben zum Schiff oder zu möglichen Verletzten machte die US-Seite nicht. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
USA haben mehrere Handelsschiffe gewaltsam gestoppt
Seit dem 8. April gilt im Iran-Krieg eine brüchige Waffenruhe zwischen Teheran und Washington. Die Verhandlungen über eine Beendigung des Kriegs und die Wiederöffnung der Straße von Hormus brachten bisher keinen Durchbruch.
Iran blockiert die insbesondere für den Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge seit Beginn des Krieges. Das sorgt für massive Probleme in der Weltwirtschaft. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen. Mit der US-Blockade wollen die Vereinigten Staaten den wirtschaftlichen Druck auf Teheran erhöhen. Die Blockade richtet sich gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder verlassen. Wichtige Einnahmen aus dem Ölexport sollen so abgeschnitten werden.
Laut Centcom wurden seit Beginn der Blockade fünf Handelsschiffe gewaltsam gestoppt. 116 seien zum Umdrehen gezwungen worden.
