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Startseite»Politik»USA-Iran-Konflikt verschärft sich trotz des Rahmenabkommens wieder
Politik

USA-Iran-Konflikt verschärft sich trotz des Rahmenabkommens wieder

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 28.06.2026 • 19:05 Uhr

Knapp zwei Wochen nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens eskaliert der Konflikt zwischen den USA und Iran weiter. Während die USA als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff Iran angriff, beschoss Iran Ziele in Kuwait und Bahrain.

Der Konflikt zwischen den USA und Iran hat sich mit gegenseitigen Angriffen weiter verschärft. Nach US-Luftangriffen auf Ziele an der iranischen Südküste feuerte die iranische Revolutionsgarde Raketen und Drohnen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait und Bahrain.

Die iranische Revolutionsgarde teilte mit, die Marine und Luftwaffe hätten in einem Raketen- und Drohneneinsatz acht Infrastrukturziele der US-Armee zerstört. Es handle sich um Ziele auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in Kuwait und der 5. US-Marineflotte in Mina Salman in Bahrain.

Bahrain bestätigte einen iranischen Angriff mit Drohnen und Raketen. Das Außenministerium sprach von einer „gefährlichen Eskalation“. Die kuwaitische Armee hatte in der Nacht mitgeteilt, die Luftabwehr gehe gegen feindliche Raketen- und Drohnenangriffe vor.

In der Nacht auf Sonntag waren die US-Streitkräfte zur zweiten Angriffswelle gegen Iran seit Unterzeichnung des Rahmenabkommens übergegangen. Mehrere Ziele – darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur – seien angegriffen worden, teilte das Regionalkommando Centcom mit.

USA rechtfertigen Angriffe mit Beschuss von Tanker

Iran und die USA warfen sich gegenseitig den Bruch des vorläufigen Waffenstillstands vor. Das für die Region zuständige US-Zentralkommando teilte mit, die eigenen Angriffe seien eine direkte Reaktion auf die anhaltende iranische Aggression gegen die Handelsschifffahrt.

Am Samstag war ein unter der Flagge Panamas fahrender Tanker in der Straße von Hormus von einer iranischen Drohne angegriffen worden. Die US-Angriffe hätten iranischen Einrichtungen für militärische Überwachung, Kommunikation, Luftverteidigung sowie zur Lagerung von Drohnen und zum Legen von Minen gegolten.

US-Präsident Donald Trump drohte auf seiner Social-Media-Plattform, die USA könnten gezwungen sein, den Einsatz militärisch zu Ende zu bringen. „Wenn das passiert, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren!“, schrieb er.

Teheran drohen mit Einstellung von Gesprächen

Die Regierung in Teheran erklärte, die US-Angriffe verletzten das Abkommen zur Beendigung des Krieges, der vor vier Monaten mit Angriffen der USA und Israels auf Iran begonnen hatte. Die Revolutionsgarde erklärte, die US-Angriffe würden zu einer vollständigen Einstellung aller diplomatischen Prozesse führen. Die amerikanischen Stützpunkte in der Region „werden in den kommenden Tagen die Hölle erleben“.

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die strategisch wichtige Straße von Hormus. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, die Verantwortung für die Wiederherstellung des Schiffsverkehrs auf Vorkriegsniveau liege allein bei Teheran. Dem iranischen Staatsfernsehen zufolge erfordert eine Durchfahrt weiterhin eine Abstimmung mit den Revolutionsgarden.

Iran und die USA sind sich weiterhin uneins über die genaue Route, die Schiffe bei der Passage durch die Straße von Hormus nehmen sollen. Trotz der Eskalation passierte heute mit der „Galapagos“ ein Containerschiff der Reederei CMA CGM die Meerenge.

Israel: Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon getötet

Zudem schwelt der Konflikt an der libanesischen Grenze weiter. Das israelische Militär teilte mit, es habe im Süden des Libanon bewaffnete Hisbollah-Kämpfer getötet und eine Raketenabschussrampe zerstört.

Iran Außenminister Araghtschi sagte erneut, der Abzug Israels und die Einstellung der Angriffe im Libanon seien Teil des Abkommens mit den USA. Es liege in der Verantwortung Washingtons, die Operationen seines Verbündeten zu stoppen. Israel ist nicht Partei des Abkommens zwischen den USA und Iran.

Eine am Freitag unter US-Vermittlung vereinbarte Waffenruhe für den Libanon gilt als äußerst brüchig, da Israel einen Abzug seiner Armee ablehnt und die pro-iranische Hisbollah eine Entwaffnung verweigert, solange israelische Truppen im Land sind. Das vorläufige 14-Punkte-Abkommen zwischen den USA und Iran sollte die am 28. Februar begonnenen Kämpfe stoppen und die Straße von Hormus wieder öffnen.

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