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Startseite»Nachrichten»„USA sind nicht die Weltpolizei“: JD Vance sieht US-Truppenabzug als Fingerzeig für Europa
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„USA sind nicht die Weltpolizei“: JD Vance sieht US-Truppenabzug als Fingerzeig für Europa

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 20, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„USA sind nicht die Weltpolizei“JD Vance sieht US-Truppenabzug als Fingerzeig für Europa

Trumps Vize legt im Weißen Haus gegen Europa nach. (Foto: AP Photo/Manuel Balce Ceneta)

Im Iran-Krieg ist US-Präsident Trump enttäuscht von ausbleibender Hilfe der Nato-Verbündeten. In seinem Ärger kündigt er den Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland an. Dass auch Polen betroffen ist, bestätigen US-Vizepräsident Vance und das Pentagon.

US-Vizepräsident JD Vance hat die angekündigte Truppenreduzierung in Deutschland und Polen verteidigt. „Es geht nicht darum, jeden einzelnen amerikanischen Soldaten aus Europa abzuziehen“, sagte Vance vor Journalisten im Weißen Haus. Die Regierung in Washington wolle „einige Ressourcen so umschichten, dass die Sicherheit der USA bestmöglich gewährleistet“ sei.

Die USA hatten Anfang Mai angekündigt, binnen eines Jahres 5000 Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Zudem stoppen sie die Entsendung von 4000 Soldaten nach Polen. Damit werde Europa dazu ermutigt, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, sagte Vance zur Frage nach Polen. „Die Vereinigten Staaten können nicht die Weltpolizei sein.“ Was Polen betreffe, handele es sich zudem nur um einen Aufschub. Die Verlegung sei lediglich verschoben und nicht gestrichen worden. Die Soldaten könnten aber auch woanders in Europa stationiert werden, fügte Vance hinzu.

Pentagon: Nur noch drei statt vier Kampfbrigaden

Auch das Pentagon teilte mit, dass die USA die Zahl ihrer in Europa stationierten Brigaden reduzieren. Anstatt vier seien nur noch drei Kampfbrigaden vorgesehen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Damit werde wieder der Stand von 2021 erreicht. Eine Kampfbrigade (Brigade Combat Team) umfasst 4000 bis 4700 Soldaten.

Die Entscheidung führe „zu einer vorübergehenden Verzögerung“ der Entsendung von US-Streitkräften nach Polen, fügte das Pentagon hinzu. In der Erklärung des US-Verteidigungsministeriums hieß es, die endgültige Stationierung „dieser und anderer US-Streitkräfte in Europa“ werde zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Die US-Armee werde aber eine „starke Militärpräsenz“ in Polen beibehalten.

US-Präsident Donald Trump drängt die europäischen Verbündeten seit langem dazu, mehr für ihre eigene Verteidigung zu tun. Der US-Präsident hatte sich zuvor wiederholt empört, die anderen Nato-Länder beteiligten sich im Iran-Krieg nicht an der Sicherung der Straße vom Hormus. Scharfe Kritik übte Trump in diesem Zusammenhang auch an Bundeskanzler Friedrich Merz, der den USA eine fehlende Strategie im Iran-Krieg vorgeworfen hatte.

Rubio will auf Nato-Reise Druck erhöhen

US-Außenminister Marco Rubio will derweil am Freitag bei einem Nato-Treffen in Schweden den Druck auf die Partner erhöhen. Beim Außenrat in Helsingborg wolle Rubio die Mitgliedsländer zu höheren Investitionen in die Verteidigung und zu einer stärkeren Lastenteilung aufrufen, erklärte sein Ministerium.

Bei dem Nato-Rat will Rubio zudem mit Dänemark und anderen Arktis-Anrainerstaaten über die Lage in Grönland beraten. Trump hatte zunächst mit einer gewaltsamen Übernahme Grönlands gedroht. Derzeit laufen Verhandlungen über die Insel, die zum Nato- und EU-Land Dänemark gehört. Rubio will am Rande seiner Reise zudem mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson zusammenkommen.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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