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Startseite»Nachrichten»Verhandlungen mit den USA: Israel will Truppen wohl im Libanon belassen – trotz Rahmenabkommens
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Verhandlungen mit den USA: Israel will Truppen wohl im Libanon belassen – trotz Rahmenabkommens

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Verhandlungen mit den USAIsrael will Truppen wohl im Libanon belassen – trotz Rahmenabkommens

Israel hatte seine Offensive im Südlibanon im März ausgeweitet. (Foto: picture alliance / SIPA)

Laut der Absichtserklärung zwischen dem Iran und den USA sollen die Militäreinsätze auch im Libanon eingestellt werden. Israel hat Insidern zufolge andere Pläne und spricht mit den USA – das Ergebnis hängt demnach von der Reaktion Trumps ab.

Wenige Stunden nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs verhandelt Israel nach Aussagen von Insidern mit den USA über einen Verbleib seiner Truppen im Südlibanon. Das sagten zwei israelische Regierungsvertreter, darunter ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Nachrichtenagentur Reuters. Israel führe „hartnäckige Verhandlungen“ mit der Regierung in Washington, sagte der hochrangige Insider.

Das Land werde von seiner Position nicht abrücken und wolle seine Soldaten in dem Gebiet südlich des Flusses Litani belassen. Einem der Insider zufolge hängt das Ergebnis der Gespräche zwischen Israel und den USA letztlich davon ab, ob US-Präsident Trump mit Konsequenzen drohe, falls Israel sich nicht an die Bedingungen der Vereinbarung halte. Von Netanjahus Büro war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

In der Nacht zu Donnerstag hatten US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian eine Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnet. Darin werden die Parteien unter anderem aufgefordert, „die territoriale Integrität und Souveränität des Libanon“ zu gewährleisten. Im ersten Absatz des Rahmenabkommens steht zudem, dass die „militärischen Aktivitäten an allen Fronten, einschließlich dem Libanon“ beendet werden.

Israel hatte seine Offensive im Südlibanon ausgeweitet, nachdem die libanesische Hisbollah-Miliz am 2. März zur Unterstützung des Iran Israel angegriffen hatte. Ziel der Luft- und Bodenoffensive ist es laut Israel, die Hisbollah auszuschalten. Israel bezeichnet die im Libanon, im Gazastreifen und in Syrien eingenommenen Gebiete als „Pufferzonen“ zwischen seinem Territorium und den feindlichen Gebieten. Dies ist ein Kernstück der aktuellen israelischen Sicherheitspolitik. Netanjahu hat Forderungen nach einem Rückzug aus diesen Gebieten bislang zurückgewiesen. 

Quelle: ntv.de, csi/rts/AFP

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