Mit Sturmhauben maskierte Personen haben zeitweise den Verkehr im südenglischen Hafen von Dover lahmgelegt. Offenbar handelte es sich um eine Protestaktion gegen Migranten, die regelmäßig in Schlauchbooten an der britischen Küste ankommen.
Dutzende vermummte Personen haben die Zufahrt zum Hafen von Dover in Südengland blockiert. Die Polizei bestätigte auf der Plattform X eine Protestveranstaltung.
Auf Fotos und Videos waren schwarz gekleidete Menschen mit Sturmhauben auf dem Kopf zu sehen. Laut BBC skandierten sie „Stop the boats“ (Stoppt die Boote). Das dürfte sich auf Migranten beziehen, die seit Jahren von Frankreich aus an der Südküste Großbritanniens ankommen, oft in überfüllten Schlauchbooten.
Laut BBC lag die Zahl der Ankünfte in diesem Jahr bis zum 1. September bei 16.513 – etwa 43 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Alle Zu- und Abfahrten im Hafen gestoppt
Ein Regierungssprecher kritisierte den Protest. „Das Recht auf friedlichen Protest ist ein grundlegender Bestandteil unserer Demokratie, doch wir verurteilen das Verhalten in Dover und die dadurch verursachten Verkehrsbehinderungen“, sagte er der Nachrichtenagentur PA zufolge. Ein Kommunalpolitiker erklärte, es handle sich offenbar um eine koordinierte Gruppe mit mehreren Hundert maskierten Männern, die sich „äußerst einschüchternd“ verhielten.
Schon früher hatte es in Dover Proteste gegen irreguläre Migration gegeben. Der Hafen bestätigte am Morgen auf X, dass wegen der aktuellen Aktion alle Zu- und Abfahrten vorübergehend gestoppt wurden. Am frühen Nachmittag folgte eine Entwarnung. Der Verkehr fließe wieder ungehindert, hieß es. Dover ist der verkehrsreichste internationale Fähr- und Passagierhafen des Vereinigten Königreichs.
