Vorfälle in MinnesotaUSA vermuten iranische Cyberangriffe auf Wasserversorgung
Für fast zwei Stunden ist die Wasserversorgung in mehreren Gemeinden im Bundesstaat Minnesota unterbrochen. Eine Sicherheitsfirma und US-Ermittler vermuten laut Medienangaben einen Angriff einer kriminellen Hackergruppe, die enge Kontakte zum iranischen Regime haben soll.
Eine Hackergruppe mit Nähe zum iranischen Regime wird hinter einem Cyberangriff auf mehrere lokale Wasserversorgungssysteme im US-Bundesstaat Minnesota vermutet. Wie aus Berichten von US-Medien unter Berufung auf eine hervorgeht, wurden am Sonntag und Montag rund 30 Wasserversorgungssysteme in dem Bundesstaat mit Methoden angegriffen, die auf eine von Teheran unterstützte Gruppierung hindeuten.
Durch den Angriff wurde den Berichten zufolge die Wasserversorgung in der Kleinstadt Braham im Großraum Minneapolis für etwa zwei Stunden unterbrochen, bevor der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. Nate George, der Bürgermeister von Braham, Minnesota, erklärte in einer Stellungnahme, dass das Bauamt seiner Stadt den Angriff am frühen Montagmorgen entdeckt habe, wie die „Washington Post“ berichtet. Nachdem bekannt wurde, dass mindestens vier weitere Gemeinden in Minnesota betroffen waren, stellten die Verantwortlichen fest, dass die Anlage gehackt worden war. Die Wasserversorgung sei nicht beeinträchtigt worden, fügte er hinzu.
In der Stadt Plymouth wurden mehrere Geräte, die den Betrieb der Wasser- und Abwassersysteme steuern, gehackt und außer Betrieb gesetzt, sind nun aber wiederhergestellt, sagte Michael Thompson, der Leiter des städtischen Bauamts, der „Washington Post“.
Nach Angaben des Cybersicherheitsunternehmens Tenable stimmt die bei dem Angriff angewandte Methode mit der Vorgehensweise der kriminellen Hackergruppe „CyberAv3ngers“ überein, der von der US-Regierung vorgeworfen wird, auf Geheiß Teherans vorzugehen. Auch die US-Behörden vermuten iranische Hacker hinter den Angriffen, auch wenn sie aktuell noch keine offizielle Zuordnung vorgenommen haben.
Bereits am 22. Juli – nur wenige Tage vor dem Angriff – hatte die die Behörde für Cybersicherheit eine Warnung vor offensiven iranisch orientierter Organisationen gegen Online-Steuerungssysteme der US-Infrastruktur herausgegeben.
