Der Autokonzern Stellantis hat im zweiten Quartal wieder Fuß gefasst. Vor allem die steigenden Verkäufe im wichtigen Markt Nordamerika gaben Schub. Der Konzern konnte seine Prognose bestätigen.
Der Autokonzern Stellantis kommt auf dem Weg aus seiner Krise voran. Der Umsatz zog im zweiten Quartal gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro an, wie der Opel-Mutterkonzern in Amsterdam mitteilte.
Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg im Zeitraum von April bis Juni auf 773 Millionen Euro bei einer Marge von 1,8 Prozent. Das Ergebnis war damit mehr als dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor – vor einem Jahr hatte Stellantis noch einen Gewinneinbruch von 213 Millionen Euro verbucht. Dennoch verfehlte der Konzern die Erwartungen von Analysten.
Unter dem Strich kehrte der VW-Rivale – unter anderem mit den Marken Peugeot, Fiat, Citroen, Chrysler und Opel – zurück in die Gewinnzone mit einem Überschuss von 293 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum war ein Verlust von fast 1,9 Milliarden Euro angefallen.
Mehr Verkäufe in den USA
Vor allem die steigenden Verkäufe im wichtigen Markt Nordamerika gaben Schub. Dort stieg der Absatz das vierte Quartal in Folge: Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um steht ein Plus von sechs Prozent. In der Region Europa blieb das Geschäft verhalten, hier fuhr der Konzern auch im operativen Geschäft weiter rote Zahlen ein.
Und auch in der Asien-Pazifik-Region musste Stellantis zuletzt Rückgänge verkraften. Die Lieferungen stiegen im Juni 2026 zwar auf ein Sechs-Monats-Hoch; der Absatz ging gegenüber dem zweiten Quartal 2025 aber um 29 Prozent zurück.
Um auf dem chinesischen Markt weiterhin präsent zu sein, hat Stellantis zudem bereits im Mai eine Partnerschaft mit der Dongfeng Motor Corporation (DFM) zur Entwicklung und Produktion von Peugeot- und Jeep-Modellen in China angekündigt. Schon im kommenden Jahr sollen in einem Werk in Wuhan die ersten Modelle produziert werden.
Prognose bestätigt
Stellantis-Chef Antonio Filosa gab sich bei der Vorstellung der Quartalszahlen heute optimistisch: „Die Umsetzung unserer Strategie FaSTLAne 2030 ist in vollem Gange und unsere spannenden Produkteinführungen in diesem Jahr verlaufen planmäßig.“
Der Autobauer versucht unter seiner Führung, die Verkaufszahlen nach einer längeren Krise wieder anzukurbeln. Das Unternehmen, das im Mai einen neuen langfristigen Geschäftsplan vorgestellt hatte, bestätigte seine Prognosen für das Gesamtjahr. Dazu gehören ein Nettoumsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich und eine bereinigte operative Gewinnmarge im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
