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Startseite»Nachrichten»Waffenlieferung an Taiwan: Trump glaubt, Druckmittel gegen China zu haben
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Waffenlieferung an Taiwan: Trump glaubt, Druckmittel gegen China zu haben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Waffenlieferung an TaiwanTrump glaubt, Druckmittel gegen China zu haben

Solange er im Amt sei Trump, werde China „wohl nichts unternehmen“, denkt Trump. (Foto: AP Photo/Jacquelyn Martin)

Die USA sind Taiwans wichtigster militärischer Rückhalt. Aktuell wartet die selbstverwaltete Insel auf die Zusage einer wichtigen Waffenlieferung. Nach seinem Besuch in China hält Trump seine Entscheidung aber in der Schwebe – aus Kalkül, behaptet er.

US-Präsident Donald Trump sieht seine ausstehende Entscheidung über weitere Waffenverkäufe an die von China beanspruchte Insel Taiwan als effektives Druckmittel gegenüber Peking. Er lasse das noch in der Schwebe, „es hängt von China ab“, sagte Trump dem Sender Fox News. „Ehrlich gesagt ist es für uns ein sehr guter Trumpf für Verhandlungen.“ Es gehe um viele Waffen, sagt Trump zu dem Geschäft in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 12 Milliarden Euro). 

Während seines Rückflugs aus Peking in die USA hatte Trump bereits angekündigt, dass er in nächster Zeit eine Entscheidung treffen werde. Er müsse allerdings zunächst mit Taiwan darüber sprechen. Der US-Kongress hatte das jüngste Waffengeschäft mit Taiwan bereits im Januar 2025 vorab genehmigt. 

China lehnt solche Waffenverkäufe ab, weil es Taiwan für sich beansprucht, obwohl die Inselrepublik eine unabhängige und demokratische Regierung hat. Taiwan gehörte nie zur 1949 gegründeten kommunistischen Volksrepublik. Trotzdem will sich China Taiwan einverleiben. Peking drohte bereits mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege funktionieren. Die USA unterstützen seit langem Taiwans Bemühungen, seine Streitkräfte zu modernisieren und die Verteidigungsfähigkeit zu stärken. 

Warnung an Taiwan

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte bei seinen Gesprächen mit Trump in Peking vor möglichen Konflikten mit den USA gewarnt, sollte die Taiwan-Frage schlecht gehandhabt werden. Dies könnte die Beziehungen zwischen China und den USA in eine „äußerst gefährliche Lage bringen“, sagte er.

Trump betonte in dem Interview mit Fox News, dass er lange mit Xi über das Thema gesprochen habe. Taiwan sei schon immer das Wichtigste für Chinas Staats- und Parteichef gewesen. Er glaube nicht, „dass sie etwas unternehmen werden“, solange er im Amt sei, sagte Trump – wohl mit Blick auf ein mögliches militärisches Vorgehen Pekings gegen Taiwan. Der US-Präsident betonte zugleich, er wolle, dass alles so bleibe, wie es aktuell sei. 

Trump warnte zugleich das selbstverwaltete Taiwan davor, offiziell die Unabhängigkeit von China auszurufen. Dafür gibt es in Taipeh allerdings auch keine Pläne. „Wir wollen nicht, dass jemand sagt: ‚Lasst uns unabhängig werden, weil die Vereinigten Staaten hinter uns stehen'“, betonte der US-Präsident. Damit gab Trump auch die chinesische Sichtweise wieder. Staatschef Xi Jinping hatte nach den Worten des US-Präsidenten gesagt, er wolle „keinen Unabhängigkeitskampf“ in Taiwan sehen.

In Taipeh ist seit 2016 die Demokratische Fortschrittspartei an der Macht. Weil eine Unabhängigkeit Taiwans Teil ihres Programms ist, betrachtet Peking die Regierung als Separatisten. Präsident Lai Ching-te erklärt jedoch, keine formale Unabhängigkeit anzustreben, da der Inselstaat mit seinen 23 Millionen Einwohnern aus seiner Sicht quasi schon ein unabhängiges Land ist. Taiwans Opposition, die im Parlament eine Mehrheit hat und für mehr Austausch mit China eintritt, brachte jüngst einen eigenen Vorschlag für einen umfangreichen Sonder-Verteidigungshaushalt durch, der weitere US-Waffenkäufe vorsieht.

Quelle: ntv.de

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