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Startseite»Nachrichten»Warnung an Investoren: SpaceX geht an die Börse und sieht in Elon Musk ein Risiko
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Warnung an Investoren: SpaceX geht an die Börse und sieht in Elon Musk ein Risiko

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Warnung an Investoren SpaceX geht an die Börse und sieht in Elon Musk ein Risiko

21.05.2026, 16:14 Uhr Von Jan Gänger
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SpaceX steuert auf einen Mega-Börsengang zu. (Foto: REUTERS)

Hohe Verluste, große Ambitionen: Elon Musks SpaceX will in Kürze an die Börse gehen. Der Prospekt für Investoren warnt pflichtgemäß vor den Risiken. Eines davon ist der Multimilliardär selbst.

Das dürfte der bisher größte Börsengang der Geschichte werden: SpaceX. Das Firmengeflecht von Elon Musk umfasst Raketen, das Satelliten-Internet Starlink, den Chatbot Grok, das Netzwerk X und ist mit xAI außerdem eine gigantische Wette auf künstliche Intelligenz (KI). Im Juni will das Unternehmen den Schritt an die Börse wagen. Im rund 200.000 Wörter umfassenden Prospekt werden unter anderem Bergbau auf Asteroiden, Rechenzentren im Weltall sowie Passagiertransport zum Mond und zum Mars in Aussicht gestellt. Oder wie es Musk vollmundig ausrückt: Das „Licht des Bewusstseins“ solle bis zu den Sternen ausgedehnt werden. Solche Visionen nehmen erheblichen Platz auf den 277 Seiten ein. Die Risiken allerdings auch – sie sind auf immerhin 38 Seiten aufgelistet.

Zu den Risikofaktoren gehört etwa die Gefahr, dass SpaceX-Satelliten mit Weltraumschrott oder anderen Raumfahrzeugen kollidieren könnten. Erwähnt werden auch „Strahlung aus solarer und kosmischer Quelle“, Meteoriten und „Verletzungen oder Tod von Menschen“. Die Pläne seien mit erheblicher technischer Komplexität verbunden, heißt es an anderer Stelle. Das Unternehmen verweist zudem auf Gerichtsverfahren und behördliche Untersuchungen im Zusammenhang mit der Erstellung nicht einvernehmlicher expliziter Bilder und „Inhalten, die Kinder in sexualisierten Kontexten darstellen“.

Auch der Hinweis „Wir haben in der Vergangenheit Nettoverluste verzeichnet und werden möglicherweise auch in Zukunft keine Gewinne erzielen“ findet sich im Börsenprospekt. SpaceX wird voraussichtlich eine anfängliche Bewertung von 1,5 Billionen Dollar oder mehr anstreben. Dabei verbrennt das Firmengeflecht Geld und schrieb im vergangenen Jahr 4,9 Milliarden Dollar Verlust bei einem Umsatz von knapp 19 Milliarden Dollar. Allein für das erste Quartal dieses Jahres lag der Verlust schon bei 4,3 Milliarden Dollar.

Musk behält die Kontrolle

Ein weiteres Risiko trägt den Namen Elon Musk. Der reichste Mann des Planeten wird auch nach dem Börsengang die vollständige Kontrolle über SpaceX haben. Musk wird als die treibende Kraft hinter den Visionen und umgesetzten Projekten beschrieben. Sollte er sein Engagement reduzieren, könnte das den Erfolg des Unternehmens beeinträchtigen. Musk ist zugleich die führende Figur beim E-Auto-Pionier Tela (als Chef und „Technoking“) sowie beim Gehirnchip-Entwickler Neuralink und beim Tunnelentwickler Boring Company.

Dadurch drohende Interessenkonflikte von Musk werden ausführlich als Risikofaktoren aufgeführt. Im vergangenen Jahr kaufte SpaceX Cybertrucks im Wert von 131 Millionen Dollar von Tesla. Der elektrische Pickup stößt nur auf verhaltene Nachfrage.

Der Prospekt weist auch darauf hin, dass Musk und seine Unternehmen eine immense Medienaufmerksamkeit haben. Handlungen oder öffentliche Äußerungen von Musk könnten daher erhebliche öffentliche Kritik auf SpaceX lenken. Außerdem wird an anderer Stelle erwähnt, dass SpaceX in der Vergangenheit bereits von rechtlichen Schritten betroffen war, die sich ursprünglich gegen andere Unternehmen von Musk richteten. Ein Beispiel: 2024 wurden in Brasilien Vermögenswerte von SpaceX eingefroren, weil die Plattform X gegen brasilianisches Recht verstoßen hatte.

Der Börsengang wird Musks Kontrolle über zwei der wertvollsten Unternehmen Amerikas – SpaceX und Tesla – festigen. Das ist einzigartig in der modernen Geschichte. Durch spezielle Aktien wird er 85 Prozent der Stimmrechte bei SpaceX besitzen. Abgesetzt werden kann er gegen seinen Willen nicht.

Quelle: ntv.de

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