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Startseite»Nachrichten»Wegen geplanter Kürzungen: Baubranche warnt in Brandbrief Einbruch bei Neubauten
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Wegen geplanter Kürzungen: Baubranche warnt in Brandbrief Einbruch bei Neubauten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wegen geplanter KürzungenBaubranche warnt in Brandbrief Einbruch bei Neubauten

Weiteren Stillstand am Bau – fürchten viele Branchenvertreter. (Foto: picture alliance / ABBfoto)

Von den einst genannten 400.000 neuen Wohnungen jährlich redet in Deutschland schon fast niemand mehr. Dennoch könnte es künftig nochmals deutlich schlechter laufen, mahnt die Baubranche. Die geplanten Kürzungen der Bundesregierung hofft sie mit einem Brandbrief zu verhindern.

Nach der Ankündigung neuer Kürzungen im Bundeshaushalt hat das Verbändebündnis Wohnungsbau einen Brandbrief an Kanzler Friedrich Merz und weitere Mitglieder der Bundesregierung verschickt. „Streichen Sie dem Wohnungsbau keine Mittel, damit er die Chance hat, wenigstens auf dem niedrigen Niveau, das er aktuell noch hat, weiterzumachen“, heißt es in dem Schreiben, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Der unter anderem von der IG BAU, dem Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) unterzeichnete Brandbrief warnt nicht mehr nur vor einer Stagnation, sondern davor, dass sich die ohnehin tiefe Krise zu einem massiven Einbruch beim Wohnungsbau entwickelt. Die Unterzeichner nennen als Grund dafür vor allem massive Haushaltskürzungen. Knapp 1,4 Milliarden Euro sollen 2027, so der Vorwurf, allein im Neubau weniger zur Verfügung stehen als in diesem Jahr. Das treffe den ohnehin schwer angeschlagenen Neubau enorm und werde ihm einen gewaltigen Dämpfer versetzen.

Der Bau reagiere anders als andere Branchen, heißt es. „Jetzt beim Wohnungsbau den Rotstift anzusetzen, bremst Investitionen – mit erheblichen Sofort- und Spätfolgen für das Bauen, Sanieren und Wohnen in Deutschland“, warnen die Experten unter anderem vor einer dauerhaften Abwanderung von Fachkräften.

Bundesregierung riskiere Klimaziele

Den Experten zufolge geraten auch die Klimaziele der Regierung unter Druck. Sollten die geplanten Kürzungen tatsächlich beibehalten werden, könnte das nach Einschätzung der Wohnungsbauwirtschaft „das Erreichen der Klimaziele unmöglich machen“. Die Einsparungen betreffen demnach „ausgerechnet klimawirksame und sozial sensible Sanierungsprojekte in Mehrfamilienhäusern und verhindern die Umsetzung des Praxispfades“.

Entsprechende Post haben den Angaben zufolge Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie Bauministerin Verena Hubertz, und Finanzminister Lars Klingbeil bekommen. Auch die Abgeordneten der Koalitionsfraktionen sowie der Grünen und der Linken im Bundestag sind bedacht worden.

Quelle: ntv.de, als

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