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Startseite»Nachrichten»„Wenn ihr so viel Geld verdient“: „Verdammt nochmal“ – Boris Becker unterstützt wütende Tennisprofis
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„Wenn ihr so viel Geld verdient“: „Verdammt nochmal“ – Boris Becker unterstützt wütende Tennisprofis

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 22, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Wenn ihr so viel Geld verdient“„Verdammt nochmal“ – Boris Becker unterstützt wütende Tennisprofis

Boris Becker versteht die Forderung der Tennis-Stars nach einer höheren Prämien-Beteiligung. (Foto: dpa)

Gestreikt wird beim Grand-Slam-Turnier in Paris zwar nicht. Die Spieler wollen dennoch Zeichen des Protests setzen. Tennis-Idol Boris Becker kann die Forderung von Jannik Sinner und Co. verstehen.

Boris Becker hat im Prämien-Streit der Tennisprofis mit den Organisatoren der Grand-Slam-Turniere klar Stellung bezogen. „Ich kann die Spieler verstehen, eine Tenniskarriere kann morgen vorbei sein“, sagte der dreimalige Wimbledon-Gewinner in einer Eurosport-Medienrunde: „Ja verdammt nochmal, wenn ihr so viel Geld verdient, gebt es doch aus an Preisgeldern auch in den Anfangsrunden für Spieler, die das zum Überleben brauchen.“

Aus dem Spielerkreis hatte es deswegen zuletzt sogar Boykott-Drohungen gegeben. Doch dazu kommt es bei den am Sonntag beginnenden French Open in Paris nicht. Die Profis wollen Medienberichten zufolge dennoch ein Zeichen des Protests setzen und die Pressekonferenzen vor Turnierstart nach 15 Minuten verlassen.

Darum geht es in dem Zoff

Hintergrund des Streits ist, dass die Spielerinnen und Spieler den Anteil an den steigenden Einnahmen, der derzeit zwischen 12 und 16 Prozent liegt, als zu gering erachten. Sie verlangen 22 Prozent. Begründung: Vor allem Profis aus der zweiten und dritten Reihe wäre damit enorm geholfen. Tennisprofis reisen als Alleinunternehmer um die Welt, zahlen Trainer und Physiotherapeuten aus eigener Tasche. Nur wenige können sich das problemlos leisten.

61,7 Millionen Euro werden bei den diesjährigen French Open ausgeschüttet, das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr und gar etwa 45 Prozent mehr als bei der Ausgabe 2019. Auch bei den drei anderen Grand-Slam-Turnieren in Melbourne, Wimbledon und New York steigen die Summen regelmäßig.

„Der normalsterbliche, arbeitende Mitbürger wird das nicht verstehen“, meinte Becker: „Die Spieler kommen rüber, als wären sie geldgierig.“ Das sei aber nicht richtig. Er sehe klar „die Grand Slams in der Pflicht“, den Spielern entgegenzukommen, damit die Situation nicht eskaliert.

Die Weltranglistenersten als Wortführer

„Ich glaube, irgendwann werden wir das boykottieren“, hatte die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Belarus gesagt. Und auch Italiens Tennisstar Jannik Sinner zählt zu den Wortführern in diesem Konflikt. „Es geht mehr um den Respekt“, erklärte der große Turnierfavorit für die French Open: „Ich denke, wir geben mehr als das, was wir zurückbekommen.“

Die Organisatoren müssten die Spieler ernst nehmen, forderte Becker, eine Erhöhung auf 22 Prozent sei für ihn „fair“ – auch mit Blick auf die gängige Praxis in den US-Profiligen: „Die wollen jetzt nicht 50 Prozent wie die anderen Sportarten, sondern 7 Prozent mehr.“

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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