Gerade erst wurde die Entsendung einer Brigade nach Polen gestoppt – doch nun will US-Präsident Trump 5.000 zusätzliche Soldaten dorthin schicken. Bei den Details blieb Trump allerdings vage.
Der US-Präsident hat die Entsendung von zusätzlichen 5.000 Soldaten nach Polen angekündigt. Einen konkreten Zeitplan oder Einheiten nannte Donald Trump in seinem Beitrag auf der Plattform Truth Social nicht.
Er begründete seine Entscheidung mit seinem guten Verhältnis zum polnischen Präsidenten Karol Nawrocki. Dieser hatte Mitte 2025 die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen und war im Herbst zu Trump nach Washington gereist. Die beiden Politiker hatten damals ihre Sympathie füreinander deutlich gemacht.
Zuvor Entsendung von Brigade nach Polen gestoppt
Die Nachricht dürfte in Polen mit großer Erleichterung aufgenommen werden. Erst Mitte des Monats hatten hochrangige Militärvertreter bekannt gegeben, dass die USA die geplante Entsendung von 4.000 Soldaten nach Polen gestoppt hätten.
Polnische Regierungsvertreter sagten danach, die Entscheidung ziele nicht direkt auf Polen, ab sondern sei eine Folge von Trumps Entscheidung zum Truppenabbau in Deutschland.
5.000 Soldaten aus Deutschland sollen bald abziehen
Parlamentarier von Trumps Republikanischer Partei hatten die Entscheidung zu Polen teils scharf kritisiert. US-Vizepräsident JD Vance sagte am Dienstag im Weißen Haus, die Verlegung sei lediglich verschoben und nicht gestrichen worden. Die Soldaten könnten aber auch woanders in Europa stationiert werden. Ob Trumps jetzige Ankündigung sich auf die US-Soldaten bezog, deren Entsendung nach Polen vorübergehend gestoppt worden war, ist unklar.
Nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth sollen zeitnah etwa 5.000 Soldaten aus Deutschland abgezogen werden. Man gehe davon aus, dass der Abzug innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate abgeschlossen sein werde, teilte ein Sprecher des Pentagons Anfang Mai mit.
Trump sauer auf Deutschland
Der US-Präsident hat sich wiederholt darüber empört, dass sich die NATO-Verbündeten im Iran-Krieg nicht an der Sicherung der Straße vom Hormus beteiligten. Scharfe Kritik übte Trump in diesem Zusammenhang auch an Bundeskanzler Friedrich Merz, der den USA eine fehlende Strategie im Iran-Krieg vorgeworfen hatte.
Kritiker werfen Trump vor, mit seinem Vorgehen die NATO zu schwächen und damit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Karten zu spielen.
