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Startseite»Nachrichten»Wetten auf Präsidenten-Reden: Trumps Teleprompter-Mann muss Zehntausende Dollar an Gewinnen zurückzahlen
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Wetten auf Präsidenten-Reden: Trumps Teleprompter-Mann muss Zehntausende Dollar an Gewinnen zurückzahlen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Wetten auf Präsidenten-RedenTrumps Teleprompter-Mann muss Zehntausende Dollar an Gewinnen zurückzahlen

Für viele seiner Reden benutzt Donald Trump einen Teleprompter. (Foto: picture alliance / AP Images)

Berichte über Korruption im Weißen Haus sind während der Präsidentschaft von Donald Trump keine Seltenheit. Wegen neuer Vorhersage-Plattformen in den USA nimmt dies aber ganz neue Formen an. Ein Ex-Trump-Mitarbeiter muss deswegen mehr als 170.000 Dollar zahlen.

Ein früherer Mitarbeiter des Weißen Hauses, der den Teleprompter von Donald Trump bediente, muss wegen Wetten auf die Reden des Präsidenten rund 172.000 Dollar zahlen. Wie die BBC berichtet, handelt es sich dabei um die Summe aus einer Strafzahlung von 65.000 Dollar und mehr als 107.000 Dollar an Gewinnen, die der Mann namens Gabriel Perez auf einer Vorhersage-Plattform gemacht hatte und nun zurückgeben muss.

Dem Bericht zufolge äußerte sich das Weiße Haus bislang nicht zu dem Ausgleich zwischen Perez und der Handelsaufsicht CFTC. Kurz nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe im Juli hatte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt gesagt, Perez sei zunächst ohne Bezahlung beurlaubt worden. Trump sei unterrichtet worden und denke, es sei „zutiefst bedauerlich und ehrlich gesagt eine Schande“.

Auf Plattformen wie Kalshi und Polymarket kann man darauf wetten, ob ein Ereignis eintritt. Polymarket ist in den USA umstritten, Kalshi wird wie eine Börse mit Terminkontrakten von der Handelsaufsicht CFTC reguliert – was wiederum ebenfalls umstritten ist.

Kalshi lässt die Nutzer unter anderem Geschäfte auf die Wahrscheinlichkeit abschließen, dass bei einem Event bestimmte Worte oder Sätze fallen oder ein Thema angesprochen wird. Der Teleprompter-Bediener habe davon bei Trumps Rede zur Lage der Nation im Februar sowie bei anderen Auftritten des Präsidenten Gebrauch gemacht, berichtete der Fernsehsender ABC. Er habe damit mehr als 100.000 Dollar (aktuell rund 87.400 Euro) verdient. Es ist davon auszugehen, dass er vorab Kenntnis vom Text der Rede hatte.

Sogar Wetten mit Wissen über Militäreinsätze

Dem ABC-Bericht zufolge deckten die Ermittler sogar Fälle auf, bei denen Perez mitten in einer Trump-Rede von bestimmten Wetten zurücktrat, wenn der Präsident einen Teil der Rede übersprang, der ein Wort enthielt, auf dessen Erwähnung er zuvor gewettet hatte. 

Bei der Bekanntgabe des Vergleichs erklärte die CFTC, Perez habe sein Vorwissen über Trumps Reden „missbraucht“, um Wetten abzuschließen, „was einen Verstoß gegen seine Treue- und Vertrauenspflicht darstellte“. Seine zivilrechtliche Geldstrafe sei aufgrund „vorbildlicher Zusammenarbeit“ bei den Ermittlungen herabgesetzt worden. Perez wurde zudem für drei Jahre vom Handel ausgeschlossen.

Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Im April warf das US-Justizministerium einem Soldaten vor, auf der Plattform Polymarket über 400.000 Dollar mit geheimem Wissen über Pläne zur Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro Anfang Januar verdient zu haben.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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