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Startseite»Nachrichten»Wilde Vorwürfe gegen Demokraten: Trump versucht, von Vorfällen in Ceuta zu profitieren
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Wilde Vorwürfe gegen Demokraten: Trump versucht, von Vorfällen in Ceuta zu profitieren

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 31, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wilde Vorwürfe gegen DemokratenTrump versucht, von Vorfällen in Ceuta zu profitieren

Hat mit der Regierung in Spanien schon länger seine Probleme: Donald Trump. (Foto: picture alliance / Consolidated News Photos)

Bald stehen in den USA die Zwischenwahlen an. Für Donald Trumps Republikaner sieht es in den Umfragen nicht gut aus. Nun versucht er, die Vorfälle in der spanischen Exklave Ceuta zu nutzen. Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses baut zudem eine bizarre Drohkulisse auf.

US-Präsident Donald Trump hat die Bilder marokkanischer Migranten in der spanischen Exklave Ceuta „schrecklich“ genannt. Sie seien eine Warnung für die USA vor den Kongresswahlen am 3. November, sagte Trump seinem Haus-Sender Fox News in einem Interview. „Wenn die Demokraten an die Macht kommen, werden Sie kein sehr gutes Leben führen“, so Trump. „Merken Sie sich dieses Bild“, zitierte die Reporterin Jacqui Heinrich den Präsidenten bei X. „Das werden wir in drei Jahren sein, wenn die falsche Seite an die Macht kommt“, soll Trump behauptet haben.

Sein Vizepräsident JD Vance veröffentlichte bei X Bilder von Migranten in Ceuta und schrieb von einer „Invasion des Westens“. Dafür machte er eine „radikal linke“ Politik verantwortlich. Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, veröffentlichte ein Video zu Ceuta und stellte dazu abstruse Behauptungen auf: „Die Demokraten werden zusehen, wie euer Zuhause von Eindringlingen niedergetrampelt und gestohlen wird – und sie werden sich darüber freuen.“

Die Trump-Regierung verfolgt einen scharfen Kurs in der Migrationspolitik und hatte die US-Grenzanlagen zu Mexiko massiv ausbauen lassen. Damit wirbt der Republikaner um Wähler bei den Zwischenwahlen zum Kongress in gut drei Monaten. In Umfragen liegt seine Partei hinter den Demokraten, denen Trump vorwirft, sie hätten Millionen Kriminelle ins Land geschleust.

Spanien verwehrte Trump Unterstützung

In Ceuta hatten binnen weniger Tage zehntausende Migranten aus Marokko die Grenze gestürmt. 37.500 sollen laut Innenministerium wieder zurückgekehrt sein. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sprach von einem „Angriff“ auf die territoriale Integrität seines Landes und machte von der „Schleuser-Mafia“ gestreute Gerüchte für den Ansturm verantwortlich.

Trump hatte den Nato-Partner Spanien zuletzt wiederholt für seine mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg kritisiert und dem Land mit Strafzöllen gedroht. Dagegen verkündete Trump erst am 26. Juli, Marokko habe eine im Januar fertiggestellte Fernstraße zwischen Tiznit und Dakhla in der Westsahara nach ihm benannt. Er sprach in seinem Onlinedienst Truth Social von einer „großen Ehre“ und dankte König Mohammed VI. Die marokkanische Regierung bestätigte dies bisher nicht.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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