Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone im ersten Quartal um 0,2 Prozent zurückgegangen. Das liegt vor allem an einem Konjunktur-Einbruch in Irland. In Deutschland gab es laut Europas Statistikamt ein leichtes Wachstum.
Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im ersten Quartal überraschend geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank von Januar bis März um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte.
Die Behörde korrigierte damit eine frühere Schätzung nach unten, die noch ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent ergeben hatte. Im Vorquartal hatte es noch zu einem Plus von 0,2 Prozent gereicht.
Geschäft mit Schlankheitsmitteln
Grund für die ungewöhnlich deutliche Abwärtskorrektur ist laut Eurostat ein Konjunktur-Einbruch in Irland. Dort schrumpfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 12,1 Prozent.
2025 war die irische Wirtschaft zunächst um 12,3 Prozent gewachsen. Grund dafür war ein starker Anstieg der Pharmaexporte in die USA, unter anderem angetrieben von einer boomenden Nachfrage nach in Irland hergestellten Wirkstoffen für Abnehm-Medikamente. Dieser Effekt kehrte sich nun um.
Starke Verzerrungen
In Irland kommt es immer wieder zu extremen Schwankungen bei wichtigen Konjunkturdaten. Grund sind die dort ansässigen multinationalen Konzerne, deren Geschäftsergebnisse die volkswirtschaftlichen Daten des Landes stark beeinflussen und zum Teil stark verzerren.
Deutschland als größte Volkswirtschaft der EU verzeichnete laut Eurostat von Januar bis März ein Wachstum von 0,3 Prozent. Das stärkste Wachstum gab es in Dänemark (1,2 Prozent), gefolgt von Estland und Malta (jeweils 1,1 Prozent). Außer in Irland schrumpfte die Wirtschaft auch in Frankreich (minus 0,1 Prozent), Schweden (minus 0,2 Prozent) und Litauen (minus 0,3 Prozent).
