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Startseite»Nachrichten»Zehntausende schwere Bomben: Demokraten mobilisieren gegen US-Waffenlieferung an Israel
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Zehntausende schwere Bomben: Demokraten mobilisieren gegen US-Waffenlieferung an Israel

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Zehntausende schwere BombenDemokraten mobilisieren gegen US-Waffenlieferung an Israel

Eine nicht explodierte Bombe des Typs MK-84 in einem Haus im Gazastreifen. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Trump-Regierung will Israel offenbar 40.000 extrem zerstörerische Bomben liefern – auf Kosten des US-Steuerzahlers. Bei den Demokraten regt sich Widerstand und auch eine prominente Figur der Rechten empört sich über den Plan.

In den USA wollen sowohl einige Demokraten als auch eine populäre Figur der politischen Rechten ein milliardenschweres Rüstungspaket der US-Regierung für Israel verhindern. Das durch US-Steuergelder finanzierte Paket umfasst nach einem Bericht der „Washington Post“ einige der zerstörerischsten Munitionsarten in westlichen Arsenalen, darunter jeweils 20.000 Sprengköpfe vom Typ MK-84s sowie vom Typ BLU-117s und I-2000. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf einen US-Beamten, die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe den Verkauf genehmigt.

Israel hatte den Berichten zufolge allein nach dem 7. Oktober 2023 im Gazastreifen Hunderte solcher schweren Bomben über dem abgeriegelten Küstengebiet abgeworfen. Die Demokratische Abgeordnete Betty McCollum bezeichnete die geplante Lieferung als „empörend“ und forderte den Kongress auf, den Verkauf zu blockieren. Der Demokratische Senator Chris Van Hollen erklärte, er werde versuchen, in beiden Kammern Widerstand gegen die Lieferung zu organisieren.

„Mit 2000-Pfund-Bomben kann man Gaza nicht wieder aufbauen“, sagte Jeremy Ben-Ami, Präsident der jüdisch-amerikanischen Lobbyorganisation J Street. Auch der rechte Online-Kommentator Tucker Carlson wandte sich in einem millionenfach aufgerufenen Beitrag auf X an seine Leserschaft und erklärte mit Verweis auf das „Verbrechen“ der israelischen Regierung im Gazastreifen, dass die von der Trump-Regierung geplante Waffenlieferung „beispiellos“ sei.

Laut „Washington Post“ handelt es sich bei der geplanten Lieferung von 2000-Pfund-Bomben an Israel um den größten Einzelverkauf dieser umstrittenen Munition in den letzten Jahren, wie ein US-Beamter der Zeitung sagte. Dabei soll es sich um 20.000 MK-84 und 20.000 BLU-117 handeln. Der Verkauf umfasse außerdem 20.000 I-2000-Penetrator-Sprengköpfe.

Befürchtungen über Einsatz durch Israel

Die MK-84 zählt demnach zu den zerstörerischsten Sprengkörpern in westlichen Militärarsenalen: Bei ihrer Explosion schleudert sie Metallfragmente über Tausende von Fuß in alle Richtungen, durchschlägt Metall und dicken Beton und hinterlässt oft große Krater im Boden.

Obwohl die Transaktion als Verkauf bezeichnet wird, wird sie laut der Zeitung über einen Mechanismus finanziert, der als „Foreign Military Financing“ bekannt ist und bei dem die Vereinigten Staaten die finanziellen Mittel bereitstellen, mit denen Israel die Waffen erwirbt.

Der für den Ausschuss für Außenpolitik zuständige Demokrat im US-Repräsentantenhaus, Gregory Meeks, kündigte an, den Verkauf vorerst blockieren zu wollen, da er befürchte, dass die Munition nicht im Einklang mit internationalem Recht eingesetzt werde. Der Politiker nannte die Bomben „einige der zerstörerischsten Waffen im Arsenal“ der US-Streitkräfte. Es gebe offene Fragen darüber, wie diese durch Israel in dicht besiedelten Gebieten im Gazastreifen und im Libanon eingesetzt werden könnten. Menschenrechtsorganisationen und UN-Gremien werfen Israel wegen seines Vorgehens im Gaza-Krieg und im Libanon unter anderem Kriegsverbrechen vor.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa/AFP

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