Schon kurz nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran kommt es erneut zu Zwischenfällen: Aus dem Libanon werden nach israelischen Angriffen mindestens 16 Tote gemeldet.
Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA mindestens 16 Menschen getötet worden. Das israelische Militär bestätigte die Angriffe und teilte mit, dass sie Stellungen der mit Iran verbündeten Hisbollah-Miliz gegolten hätten. Auch vier israelische Soldaten seien bei den Auseinandersetzungen getötet worden.
Auch die Hisbollah berichtete von schweren Gefechten in dem Gebiet. Das israelische Militär sprach von einer Reaktion auf wiederholte Verstöße gegen die Waffenruhe.
Angriffe gefährden Iran-Abkommen
Die israelische Militärpräsenz im Südlibanon und die anhaltenden Kämpfe mit der Hisbollah sind ein wichtiger Streitpunkt in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran, der mit der Miliz verbündet ist. Geplante Gespräche in der Schweiz zwischen den USA und Iran nach dem Abschluss eines Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Kriegs wurden verschoben.
Al-Majadin, ein der Hisbollah nahestehender Sender, hatte berichtet, Teheran zögere die Entsendung seiner Delegation in die Schweiz wegen der anhaltenden israelischen Militärkampagne im Libanon hinaus.
Das Rahmenabkommen sieht ein sofortiges Ende des Krieges „an allen Fronten, auch im Libanon“ vor, außerdem die Gewährleistung der „territorialen Integrität und Souveränität“ des Libanon. Dort war der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah am 2. März wieder aufgeflammt, kurz nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran am 28. Februar.
