2. Liga: 1. FCK ärgert BielefeldSC Paderborn fliegt Chancenwucher um die Ohren
Geht dem SC Paderborn im Zweitliga-Aufstiegsrennen die Luft aus? Gegen den KSC führen die Ostwestfalen zwar lange, verpassen aber, den Vorsprung auszubauen. Das rächt sich. Derweil verpasst es Bielefeld, gegen Kaiserslautern im Tabellenkeller vorzulegen.
SC Paderborn – Karlsruher SC 2:2 (1:0)
Dem SC Paderborn scheint im engen Rennen um den Aufstieg in der 2. Fußball-Bundesliga die Luft auszugehen. Die Ostwestfalen kamen zum Auftakt des 33. Spieltags nur zu einem 2:2 (1:0) gegen den Karlsruher SC. Nach dem vierten Spiel ohne Sieg schwinden die Chancen auf die Rückkehr in die Bundesliga.
Zwar sprang die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann vorübergehend auf Relegationsplatz drei, am Wochenende können die SV Elversberg und Hannover 96 aber den Vorsprung ausbauen. Filip Bilbija (20.) brachte die Paderborner, die zuletzt durch die Pleiten gegen Zweitliga-Meister Schalke 04 (2:3) und in Elversberg (1:5) sowie dem Remis in Hannover (1:1) große Rückschläge erlitten hatten, in Führung. Fabian Schleusener (75.) und Shio Fukuda (79.) drehten die Partie für den KSC. Sebastian Klaas (85.) sicherte Paderborn immerhin einen Punkt.
Paderborn legte gegen die Karlsruher, die die Saison im Tabellenmittelfeld beenden werden, energisch los. Bilbija staubte zur Führung ab, nachdem Gäste-Torhüter Hans Christian Bernat den Ball nach einem Schuss nicht hatte festhalten können. Mika Baur (37.) traf zudem den Pfosten. Auch Karlsruhe war in Halbzeit eins einem Treffer nah.
Dieser folgte nach dem Seitenwechsel. Paderborn vergab mehrere Chancen auf das 2:0, dann stachen Schleusener und Fukuda zu. Der SCP reagierte wütend. Klaas glich schnell aus, der Siegtreffer gelang aber nicht mehr.
1. FC Kaiserslautern – Arminia Bielefeld 2:0 (2:0)
Arminia Bielefeld steckt nach einer Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern weiter tief im Abstiegskampf. Ohne den gesperrten Trainer Mitch Kniat verloren die Ostwestfalen auf dem Betzenberg 0:2 (0:2) und verpassten einen möglichen Befreiungsschlag. Der Vorsprung auf Platz 17 beträgt weiter zwei Punkte und kann am Wochenende weiter schmelzen.
Marlon Ritter (15., Foulelfmeter) und Simon Asta (29.) entschieden das Duell der Überraschungs-Pokalfinalisten der vergangenen zwei Jahre. Für den FCK endete eine Serie von drei Niederlagen in Folge, für Aufsteiger Bielefeld das Zwischenhoch von drei Spielen ohne Niederlage.
Bielefelds Trainer Kniat musste von der Tribüne aus ansehen, wie seine Mannschaft schon in der ersten Hälfte zwei Gegentore kassierte. Erst traf Ritter vom Punkt, nachdem Maxwell Gyamfi von Tim Handwerker gefoult worden war. Dann erhöhte Asta aus kurzer Distanz für den effizienten FCK.
Kniat war nach seiner Roten Karte beim 1:1 gegen den VfL Bochum mit einem Innenraumverbot für ein Spiel belegt worden. Der 40-Jährige hatte sich lautstark bei Schiedsrichter Tobias Stieler beschwert, in Kaiserslautern wurde er von seinem Assistenten Daniel Jara vertreten. Die Arminia hatte zwar auch nach der Pause viel Ballbesitz, wusste damit aber viel zu wenig anzufangen.
