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200 Millionen aus Deutschland: Nato-Gruppe sagt Ukraine Militärhilfe in Milliardenhöhe zu

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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200 Millionen aus DeutschlandNato-Gruppe sagt Ukraine Militärhilfe in Milliardenhöhe zu

Ukraines Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow (r.) rechnet mit einem Gesamtvolumen der Hilfen von vier Milliarden Dollar. (Foto: picture alliance/dpa)

Für die Ukraine ist das Nato-Treffen in Brüssel wohl ein Erfolg. Am Ende meldet der ukrainische Verteidigungsminister neue Milliardenzusagen für US-Rüstungsgüter, Drohnen, Raketen und Patriot-Munition. Deutschland spielt dabei eine zentrale Rolle.

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben umfangreiche neue Zusagen für Militärhilfe in Milliardenhöhe für ihren Abwehrkampf gegen Russland bekommen. Bei einem von Deutschland und Großbritannien geleiteten Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel wurden rund eine Milliarde Dollar (rund 900 Millionen Euro) für die Finanzierung von US-Rüstungsgütern zugunsten der Ukraine zugesagt, wie Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer anschließenden Pressekonferenz sagte.

Zudem sei Unterstützung für weitreichende Artilleriesysteme sowie für die Produktion von Drohnen und Raketen angekündigt worden, sagte er. Allein die Niederlande hätten Unterstützung für mehr als 700 Marschflugkörper versprochen. „Die vollständigen Auswirkungen und die gesamte Bedeutung dieser Zusagen werden wir erst in einigen Stunden überblicken können, weil heute wirklich sehr viele unterschiedliche Ankündigungen gemacht wurden“, sagte Fedorow. Schon jetzt sehe man jedoch, dass sich das Gesamtvolumen auf etwa vier Milliarden Dollar belaufen dürfte – möglicherweise sogar mehr.

Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj unter anderem die unzureichende Finanzierung für neue Robotersysteme und weitreichende Artilleriemunition durch die Partnerstaaten beklagt. Er rief die Partner zudem auf, Unterstützungszusagen nicht für den Nato-Gipfel in knapp drei Wochen aufzuheben. „Russland greift uns jeden Tag an“, sagte er in Brüssel.

Das Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe wurde von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und seinem britischen Kollegen Dan Jarvis geleitet. Pistorius hatte bereits am Morgen angekündigt, dass sich Deutschland mit 200 Millionen Dollar an der Beschaffung von Patriot-Abfangflugkörpern über das sogenannte Purl-Programm beteiligen will. Die Initiative sieht vor, dass in den USA hergestellte Munition und Waffen an die europäischen Verbündeten und Kanada verkauft werden – und diese sie dann der Ukraine zur Verfügung stellen.

Pistorius sagte am Abend, Russlands Präsident Wladimir Putin müsse akzeptieren, dass sein anhaltender brutaler Krieg gegen die Ukraine keinen Sinn ergebe. Die Ukraine könne weiterhin auf Deutschland zählen.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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