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26 im ADAC- und Warentest-Check: Kindersitze – nur knapp ein Viertel der Modelle ist „gut“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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26 im ADAC- und Warentest-CheckKindersitze – nur knapp ein Viertel der Modelle ist „gut“

Blindkäufe besser vermeiden: Der ADAC empfiehlt, Kindersitze vor dem Kauf im Fachhandel zu testen, um die Passform für Kind und Auto sicherzustellen. (Foto: ADAC)

Von 26 Kindersitzen überzeugen lediglich 6 in einem aktuellen Gemeinschaftstest von ADAC und Warentest besonders und werden mit „gut“ bewertet. Welche Modelle werden empfohlen und was rät der Automobilclub zum Kauf?

Wer Kinder im Auto mitnehmen will, muss dafür sorgen, dass sie ordnungsgemäß gesichert werden. So dürfen sie laut Gesetz bis zu einer Körpergröße von 1,50 Meter oder bis zu einem Alter von 12 Jahren nur mit einem geeigneten Kindersitz mitfahren.

Um die Spanne vom Baby bis zur 1,50-Meter-Marke oder Altersgrenze abzudecken, sind oft mehrere Sitze fällig. Und was die taugen, haben sich der ADAC und die Stiftung Warentest aktuell angeschaut. Hier wurden 26 Babyschalen und Sitze für die verschiedenen Anwendungen in der Preisspanne von rund 65 bis 578 Euro getestet. Neben den Eigenschaften bei der Sicherheit und der Bedienung wurde auch auf Ergonomie sowie Schadstoffe geachtet.

Vier Modelle nicht empfehlenswert

Mit sechs Babyschalen beziehungsweise Sitzen schneidet ein fast ein Viertel des Testfeldes mit „gut“ ab. Und mehr als die Hälfte (16) bekommen die Note „befriedigend“. Nur vier Modelle sind nicht empfehlenswert: Drei sind nur „ausreichend“, eines als „mangelhaft“ durchgefallen.

Gute Nachrichten bei einigen Schadstoffen: In keinem der getesteten Kindersitze haben die Tester umweltbelastende PFAS („Ewigkeitschemikalien“) gefunden. Beim letzten Test war den Angaben zufolge fast jeder dritte Sitz betroffen.

Diese Modelle heben die Tester besonders hervor

Bei den Babyschalen streicht der ADAC besonders den „Foppapedretti Disk Infant“ (368 Euro) heraus. In der Kombination mit seiner Isofix-Station („Tech i-Size“) erreicht er die Note 1,9. Er sei einer von nur zwei Sitzen, die in jeder Kategorie mindestens eine gute Bewertung erhalten hätten. Auch ohne die Station erhält das Modell (dann 199 Euro) insgesamt ein „gut“ (2,2).

Tipp: Wer eine Babyschale ohne Isofix-Station mit dem Fahrzeuggurt anschnallt, sollte auf den korrekten Verlauf des Gurtes achten, so der ADAC. Demnach komme es immer wieder vor „dass dabei Schulter- und Beckengurt vertauscht werden und der Sitz bei einem Unfall nicht seine volle Schutzwirkung entfalten kann“.

Ebenfalls „gut“ (2,4) bei den Modellen für Kinder bis etwa 1,5 Jahre ist der „Silver Cross Glide Plus 360“ (259 Euro). Er ist das erwähnte zweite Modell mit mindestens einer guten Note in jeder Kategorie.

Bei den Modellen für Kleinkinder und größere Kinder hebt der Autoclub zwei „gut“ bewertete Modelle des Herstellers Cybex hervor: den „Sirona Ti“ für 480 Euro und den „Pallas G3“ für 260 Euro. Beide werden mit „2,5“ benotet. Auch der „Kinderkraft Junior Fix 2 i-Size“ (75 Euro) für Kinder ab einem Meter Größe wird so benotet und bekommt ebenfalls ein „gut“.

Darum schneiden die Schlusslichter so schlecht ab

Vor einem Sitz im Testfeld hatte der ADAC schon im Vorfeld der Veröffentlichung gewarnt. Bei diesem Modell für 145 Euro für Kinder bis etwa 1,5 Jahre kann der Sitz aus der Basisstation reißen und unkontrolliert durch das Fahrzeug geschleudert werden, so der ADAC. Damit drohen schwere Verletzungen – er fällt daher als einziger mit „mangelhaft“ (5,5) durch.

Die drei „ausreichenden“ Modelle wurden etwa wegen nur ausreichender Sicherheit, wegen vergleichsweise komplizierten Einbaus, ebenso wurde auf diese Note abgewertet, weil in einem Bezugsstoff ein gesundheitsgefährdendes Flammschutzmittel in einer erhöhten Konzentration nachgewiesen wurde.

Wer einen Kindersitz kaufen will, sollte sich zuvor gut über die infrage kommenden Modelle und deren Eigenschaften informieren, so der ADAC. Am besten macht man das im Fachhandel, wo man die Produkte gleich mit dem Nachwuchs und beim eigenen Auto ausprobieren kann. Vor einem „Blindkauf“ im Internet rät der ADAC generell ab.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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