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Trotz der neuen Angriffe zwischen Iran und den USA ist die Waffenruhe für US-Präsident Trump noch in Kraft. Bei israelischen Angriffen im Libanon sind nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
Trotz der neuen Angriffe zwischen Iran und den USA in der Straße von Hormus ist die Waffenruhe im Iran-Krieg laut US-Präsident Donald Trump weiterhin in Kraft. Auf eine Journalistenfrage in Washington, ob die Feuerpause trotz der Angriffe noch gelte, antwortete Trump: „Ja.“ Die iranischen Angriffe auf US-Zerstörer in der Straße von Hormus bezeichnete er als „Bagatelle“.
Zuvor hatte das für die Golfregion zuständige Zentralkommando (Centcom) mitgeteilt, die US-Streitkräfte hätten Militäreinrichtungen von Iran angegriffen.
Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens zwölf Menschen getötet worden. Elf Menschen, darunter zwei Kinder, seien bei Bombenangriffen auf drei Ortschaften in der Region Nabatijah getötet worden, teilte das Ministerium mit. Bei einem Angriff in der Region Maradschajun wurde demnach ein Mitarbeiter eines der proiranischen Hisbollah-Miliz nahestehenden Rettungsdiensts getötet.
Seit dem 17. April gilt eine Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon. Dessen ungeachtet setzten Israel und die Hisbollah ihre gegenseitigen Angriffe fort. Beide Seiten werfen einander Verstöße gegen das Waffenruhe-Abkommen vor.
Iran knüpft eine freie Passage der Straße von Hormus nach Angaben seines UN-Botschafters Amir Saeid Iravani an ein Ende des Krieges und der US-Blockade. Er betonte, Iran bleibe „uneingeschränkt bereit, den normalen Schiffsverkehr wiederherzustellen und die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus sicherzustellen – vorausgesetzt, der Krieg wird dauerhaft beendet und die rechtswidrige Blockade aufgehoben“. Dies sei die „einzige praktikable Lösung“, sagte Iravani weiter.
In einer Erklärung vor UN-Reportern kritisierte er die Vereinigten Staaten und verbündete Golfstaaten scharf für den Vorschlag einer Resolution, den er als „zutiefst fehlerhaften, einseitigen und politisch motivierten Resolutionsentwurf zur Lage in und um die Straße von Hormus“ bezeichnete.
Die Resolution des UN-Sicherheitsrats droht Iran mit Sanktionen oder anderen Maßnahmen, falls das Land die Angriffe auf Schiffe in der strategisch wichtigen Wasserstraße nicht einstellt, „illegale Gebühren“ nicht aussetzt und die Platzierung aller Minen in der Meerenge offenlegt.
Die USA und Iran haben sich in der Straße von Hormus trotz einer Waffenruhe gegenseitig attackiert. Das US-Militär teilte mit, es habe iranische Angriffe auf drei Kriegsschiffe der US-Marine abgewehrt und im Gegenzug „iranische Militäreinrichtungen ins Visier genommen, die für Angriffe auf US-Streitkräfte verantwortlich sind“.
Zu den Angriffen kam es, als Zerstörer der US-Marine die Straße von Hormus durchquerten, wie das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) des US-Militärs in den sozialen Medien mitteilte. Die US-Streitkräfte hätten „unprovozierte iranische Angriffe“ abgewehrt und mit Verteidigungsangriffen reagiert, hieß es. Das US-Militär erklärte, keines der Schiffe sei getroffen worden.
Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür wiederum US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.
Das US-Außenministerium hat eine neue Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon angekündigt. Iran hat eine Beteiligung an einem Angriff auf ein südkoreanisches Schiff in der Straße von Hormus dementiert.
