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Startseite»Nachrichten»Umfrage zum Sparverhalten: Iran-Krieg bringt Verbraucher nicht von fossiler Energie weg
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Umfrage zum Sparverhalten: Iran-Krieg bringt Verbraucher nicht von fossiler Energie weg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Umfrage zum SparverhaltenIran-Krieg bringt Verbraucher nicht von fossiler Energie weg

Die Hälfte der Deutschen lässt das Auto wegen hoher Benzinpreise öfter mal stehen. (Foto: picture alliance / HMB Media)

Wie reagieren die Deutschen auf hohe Energiepreise im Gefolge des Iran-Krieges? Eine Umfrage zeigt, dass die Menschen im Alltag durchaus bei Strom und Sprit sparen. Grundsätzliche Zweifel an der Nutzung fossiler Energien lassen sich im Verhalten aber weniger nachweisen.

Der Krieg zwischen den USA und Iran sorgt bei vielen Deutschen für Verhaltensänderungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Besonders verbreitet sind laut einem Vorab-Bericht der Funke-Zeitungen einfache Einsparungen im Alltag. Bei der generellen Abkehr von fossilen Brennstoffen bleibe ein Großteil aber bisher noch zögerlich.

Den Ergebnissen zufolge geben gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) an, aufgrund der gestiegenen Kosten bewusster mit Energie umzugehen. Davon vermeiden 56 Prozent den Stand-by-Betrieb technischer Geräte, 52 Prozent reduzieren gezielt ihren Stromverbrauch. 55 Prozent drehen die Heizung herunter, 47 Prozent sparen beim Warmwasser und auch beim Verkehr zeigt sich ein Effekt: 48 Prozent lassen laut der Befragung wegen hoher Spritpreise häufiger das Auto stehen. Stattdessen steigen viele Deutsche öfter aufs Fahrrad um (29 Prozent) oder nutzen häufiger Bus und Bahn (24 Prozent).

Gut ein Viertel (27 Prozent) spart nach eigenen Angaben hingegen keine Energie ein. Als Hauptgrund nennt die Mehrheit (52 Prozent) dieser Gruppe, bereits zuvor sparsam gewesen zu sein und kein weiteres Einsparpotenzial zu sehen. Besonders ausgeprägt ist diese Haltung bei den 70- bis 79-Jährigen (65 Prozent). Weitere 22 Prozent derjenigen, die keine Energie einsparen, spüren die gestiegenen Energiekosten zwar im Geldbeutel, empfinden das aber als finanziell verkraftbar. Rund 18 Prozent möchten ihre Alltagsgewohnheiten grundsätzlich nicht ändern; ebenso viele geben an, die höheren Energiekosten kaum zu bemerken.

Energiekrise: 40 Prozent zeigen keine Reaktion

Sich grundsätzlich von fossilen Brennstoffen abzukehren, ist für viele Deutsche aber derzeit noch keine Option. Zwar hat knapp ein Viertel der Befragten (23 Prozent) bereits Maßnahmen ergriffen und weitere 38 Prozent planen entsprechende Schritte, dennoch bleibt mit 40 Prozent eine große Gruppe bislang passiv – trotz steigender Energiekosten und politischer Debatten über Versorgungssicherheit.

Wenn bereits gehandelt wurde, stehen Energiesparmaßnamen (48 Prozent) und die Nutzung von Sonnenenergie (68 Prozent) im Fokus. Deutlich seltener wurden aufwendigere Investitionen wie Gebäudedämmung (26 Prozent), moderne Heizsysteme (19 Prozent) oder der Umstieg auf ein Elektroauto (22 Prozent) umgesetzt. Ähnliches ist das Bild bei denjenigen, die künftig unabhängiger von fossilen Energien werden möchten. Auch hier setzen viele zunächst auf Verbrauchsreduktion (49 Prozent) und Solarlösungen (46 Prozent). Größere strukturelle Veränderungen, wie beispielsweise ein neues Heizsystem (16 Prozent) oder eine Gebäudedämmung (13 Prozent) kommen für viele offenbar weniger in Frage.

„Die gestiegenen Kosten infolge des Irankrieges führen bei einer großen Mehrheit der Menschen in Deutschland zum sparsameren Umgang mit Energie. Hier überwiegen konkrete, kurzfristige Sparmaßnahmen. Bei der generellen Abkehr von teurer fossiler Energie liegen die Hürden ungleich höher. Immerhin: Ein Drittel der Befragten plant, sich in Zukunft unabhängiger von fossiler Energie zu machen,“ sagte Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, zu den Funke-Zeitungen. Die Umfrage wurde laut Verivox vom Marktforschungsinstitut Innofact im April 2026 online durchgeführt. Befragt wurden 1013 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ.

Quelle: ntv.de, mau

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