Die Bundesregierung hat den 1.200 Mitarbeitern der Ölraffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt eine Beschäftigungsgarantie gegeben. Sie soll laut Wirtschaftsministerin Reiche bis Ende des Jahres gelten.
Die Bundesregierung verlängert erneut die Beschäftigungsgarantie für 1.200 Mitarbeiter der PCK-Raffinerie in Schwedt (Uckermark). Sie soll nun bis 31. Dezember 2026 gelten. Das sagte Bundeswirtschafsministerin Katherina Reiche (CDU) der Nachrichtenagentur dpa am Montag.
Laut Reiche verschafft der Bund den Betroffenen mit der Verlängerung eine verlässlichere Perspektive und Sicherheit. „Die Beschäftigten der PCK leisten täglich einen entscheidenden Beitrag dazu, die Energieversorgung im Nordosten Deutschlands sicherzustellen“, sagte die Wirtschaftsministerin.
Sie betonte, dass Bund und Land an der Seite des Standort stehen. Die Anlage versorgt weite Teile des Nordostens Deutschlands – darunter auch Berlin und Brandenburg – mit Sprit, Heizöl und Kerosin.
Seit 1. Mai leitet Russland kein kasachisches Rohöl mehr über die sogenannte Druschba-Pipeline zur Raffinerie. Reiche und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) haben dem Unternehmen bei ihrem Besuch am Montag Unterstützung zugesagt.
Die Ostbeauftragten Elisabeth Kaiser (SPD) hält den Betrieb aktuell als nicht gefährdet. Dennoch schaue die seit 2022 bestehende Taskforce PCK Schwedt nach alternativen Versorgungswegen. Es gebe durchaus Potenziale, über die polnische Pipeline Öl zu beziehen, so die Ostbeauftragte gegenüber dem rbb.
Sendung: radioeins vom rbb, 11.05.2026, 12 Uhr
Audio: radioeins vom rbb, 11.05.2026, Elisabeth Mattner
