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Roborock Saros 20 Sonic im Test: Das ist der bisher beste Saug-Wisch-Roboter

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 14, 2026Keine Kommentare7 Minuten Lesezeit
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Roborock Saros 20 Sonic im TestDas ist der bisher beste Saug-Wisch-Roboter

13.05.2026, 18:34 Uhr Von Klaus Wedekind
Roborock Saros 20 Sonic Test (1 von 1)
Der Saros 20 Sonic mit ausgefahrenem Laserturm. (Foto: kwe)

Der Roborock Saros 20 Sonic stellt sich als bester bisher von ntv.de getesteter Saug-Wisch-Roboter heraus. Er reinigt nicht nur mit hoher Leistung gründlich, er orientiert sich auch exzellent und flexibel, ist flach und wendig sowie wartungsarm.

Vor einem Jahr schnitt der Roborock Saros Z70 im Praxistest von ntv.de nicht allzu gut ab, was vor allem daran lag, dass er mit seinem recht überflüssigen Greifarm zu oft daneben lag. Das sieht beim Saros 20 Sonic ganz anders aus. Ohne unnötige Spielerei liefert der jüngste Saug-Wisch-Roboter der Chinesen in fast jeder Hinsicht voll ab und lässt alle bisher von ntv.de getesteten Konkurrenten alt aussehen.

Einfache Inbetriebnahme

Es beginnt schon bei der Inbetriebnahme, die extrem einfach ist. Öffnet man die Packung, findet man zuoberst eine große Schnellanleitung, mit der man den Roboter in wenigen Minuten einsatzbereit hat. Sie liegt zwar nur auf Englisch bereit, über einen QR-Code kann man sich aber auch die deutsche Version auf den Bildschirm holen – wegen der Lesbarkeit am besten auf den eines Tablets oder Laptops.

Roborock Saros 20 Sonic (1 von 15)
Roboter und Dockingstation haben ein schlichtes, angenehm unauffälliges Design. (Foto: kwe)

Die App ist sehr umfangreich, aber weitgehend übersichtlich und selbsterklärend. Dazu gibt es ein auf Deutsch übersetztes gedrucktes Handbuch, das zusammen mit den Grafiken einer Klappkarte Bedienung und Wartung anschaulich erklärt.

Hervorragende Kartierung

Die erste wichtige Prüfung ist die Kartierung der Wohnung. Das hat der Saros 20 Sonic im Praxistest schnell, aber trotzdem exakt hinbekommen. Dafür nutzt er neben einer Kamera und weiteren Sensoren einen Laserturm, den er bei Bedarf einziehen kann. So ist er nur knapp 8 cm hoch, wodurch er auch unter niedrigen Möbeln reinigen kann. Wenn man möchte, versucht er dies sogar, wenn es sehr knapp werden könnte. Auch die automatische Erkennung des Bodenbelags meisterte der Roboter problemlos.

Roborock Saros 20 Sonic (2 von 15)
Schmutz- und Frischwasserbehälter sind leicht zu entnehmen. (Foto: kwe)

Die Station ist erfreulicherweise ebenfalls kompakt. In ihr lädt der Saros 20 Sonic selbstständig, tankt Frischwasser, leert Behälter, wäscht seinen Mob mit bis zu 100 Grad und trocknet ihn anschließend mit 55 Grad. Die Station ist nur 38 cm hoch und lässt sich so einfacher versteckt platzieren.

Er klettert und duckt sich

Ist die Kartierung beendet, kann man Anpassungen vornehmen oder in mehrgeschossigen Wohnungen weitere Karten anlegen. Das kann auch nötig sein, wenn zwischen Zimmern zu hohe Schwellen sind. Beim Saros 20 Sonic ist dies aber nicht so schnell der Fall. Er kann einzelne Hindernisse überwinden, die bis zu 4,5 cm hoch sein dürfen. Bei zweistufigen Schwellen schafft er im Idealfall sogar bis zu 8,8 cm.

Roborock Saros 20 Sonic (13 von 15)
Der Roboter im Klettermodus. (Foto: kwe)

Im Praxistest meisterte der Roboter eine flachere Doppelschwelle mit insgesamt etwa 6 cm. Bei einer anderen Schwelle war die erste Stufe zu hoch, weswegen ein Brett als Behelfsrampe angelegt werden musste.

Starke Hinderniserkennung und -umfahrung

Kommt er nicht selbst in einen Raum, trägt man ihn hin. Dort findet er sich aber ebenso schnell zurecht, wie er auch zielgerichtet zur Dockingstation zurückfährt, wenn er zurück auf seiner „Heimat-Etage“ ist.

Der Roboter hat sich im Test auch als äußerst anpassungsfähig erwiesen. Er verbessert im Laufe der Zeit nicht nur seine Karten selbstständig, er reagiert auch souverän auf Veränderungen. So ließ er sich nicht aus dem Konzept bringen, wenn Stühle unter statt auf dem Tisch standen oder irgendwelche Gegenstände auf seinem Weg lagen, die dort vorher nicht waren. Ebenso ging er kein einziges Mal einem Schnürsenkel oder Kabel in die Falle.

Viele Anpassungsmöglichkeiten

Um herauszufinden, wie gut der Roboter saugt und wischt, behielt ntv.de grundsätzlich die Standardeinstellungen bei, was jeweils einer mittleren Intensität entspricht. Außerdem werden in dieser Einstellung Glattböden gleichzeitig gewischt und gesaugt, über Teppichböden hebt der Roboter den Mob an.

Roborock Saros 20 Sonic (3 von 15)
Staubbehälter und Filter des Roboters lassen sich leicht reinigen und wechseln. (Foto: kwe)

Die App erlaubt viele Anpassungen. Unter anderem kann man Teppiche umgehen, den Mob automatisch anheben oder ihn in der Station zurücklassen und die Reinigungsvorgänge nacheinander durchführen lassen. Zusätzlich lässt sich nicht nur die Intensität einstellen, sondern auch zeitaufwändigere, aber gründlichere Muster festlegen. Nützlich kann überdies sein, den Saros 20 Sonic automatisch mehrere Überfahrten machen zu lassen, wenn er eine starke Verschmutzung erkannt hat.

Roborock Saros 20 Sonic (6 von 15)
Sand an Kanten … (Foto: kwe)

Wichtig ist, dass man bestimmen kann, dass die flexible Seitenbürste oder der Mob ausfahren sollen, um schwierige Bereiche zu erreichen. Unter anderem kann der Roboter auch versuchen, in Spalten zu kehren, beispielsweise unter einer Kühlschranktür.

Sehr gute Saugleistung auch in Ecken und an Kanten

Für den Test hat ntv.de alle Optionen für Bürste und Mob aktiviert, was sich definitiv gelohnt hat. So entfernte der Saros 20 Sonic sogar restlos Reis aus einer Ecke zwischen Haustür und Scheuerleiste oder Sand entlang einer Kante.

Roborock Saros 20 Sonic (12 von 15)
… saugt er restlos weg. (Foto: kwe)

Insgesamt saugte der Roboter bereits mit mittlerer Leistung nicht nur Glattböden, sondern auch kurzflorige Teppiche sauber. Lediglich bei festgetretenen kurzen und langen Haaren benötigte er die laut Hersteller Höchstleistung von bis zu 35.000 Pascal. Dann könnte es auch nötig sein, zwischendurch auf der Station aufzuladen. Im Test war das aber nie nötig, laut Hersteller hält der Akku bis zu 190 Minuten durch.

Er wischt fast alles auf

Den Beinamen „Sonic“ trägt der Roboter, weil sein Mob nicht rotiert, sondern weil er vibriert, und zwar bis zu 4000 Mal pro Minute. Das Konzept ging im Test fast vollständig auf. Schon mit der Standardeinstellung wischte der Saros 20 Sonic leicht verschmutzte Böden blitzeblank, ohne Schlieren oder gar Wasser zu hinterlassen. Das Reinigungsmittel muss man übrigens nicht dosieren, das übernimmt die Station, die dafür einen kleinen Zusatztank hat.

Roborock Saros 20 Sonic (7 von 15)
Für hartnäckigere Verschmutzungen hat der Roboter noch Reserven. (Foto: kwe)

Für eine leicht angetrocknete Senf-Ketchup-Mischung genügte eine erhöhte Schrubb-Intensität. Wahlweise erledigte der Roboter die Arbeit ebenso gründlich mit einem eingestellten zweiten Reinigungsgang oder der automatischen Wiederholung. Für hartnäckigere Verschmutzungen hat der Roboter noch Reserven. Unter anderem kann man eine Punktreinigung starten, indem man im Problembereich seine Stationstaste länger drückt.

Roborock Saros 20 Sonic (15 von 15)
Der Staubbeutel und der Tank für das Reinigungsmittel befinden sich hinter einer Klappe auf der Vorderseite der Station. (Foto: kwe)

Der ausgefahrene Mob hat im Test an Kanten entlang alles weggewischt. In Ecken ist er allerdings – wie andere Wisch-Roboter – machtlos.

Effektive Selbstreinigung

Schließlich hat der Saros 20 Sonic auch bei der Selbstreinigung überzeugt. Der Mob sieht nach dem Waschen und Trocknen in der Station fast wie neu aus. Der ganze Siff befindet sich im Abwassertank, den man am besten nach jeder Reinigung entleert und ausspült. Staub wird ebenfalls gründlich abgesaugt. Allerdings landet er nicht in einem Behälter, den man lediglich gelegentlich auskippen muss, sondern in einem Beutel. Es entstehen also Zusatzkosten.

Roborock Saros 20 Sonic (14 von 15)
So sieht die Unterseite nach der Selbstreinigung aus. (Foto: kwe)

Verhedderte Haare blieben nicht zurück. Zur Not lassen sich die zwei Hälften der Hauptbürste einfach abnehmen und reinigen. Auch das kleine Rundlauf-Rad lässt sich zum Säubern heraushebeln, lediglich die Seitenbürste muss man dafür abschrauben.

„Hello Rocky!“

Erwähnenswert sind noch zwei unterhaltsame und vielleicht auch nützliche Extras: Man kann den Roboter nicht nur mit der App fernsteuern, sondern dabei auch mit der Kamera die Wohnung kontrollieren. Trifft man dabei einen willkommenen Mitbewohner oder unwillkommenen Gast, ist es möglich, ihn über einen eingebauten Lautsprecher anzusprechen.

Wenn man möchte, kann man den Roboter auch über Sprachbefehle steuern. (Deutsche) Kommandos findet man in der App oder auf einer mitgelieferten Aufstellkarte. Um die Aufmerksamkeit des Saros 20 Sonic zu erhalten, sagt man vor einem Befehl „Hello Rocky!“ Das funktioniert recht zuverlässig und kann eine echte Alternative zur App sein.

Fazit

Der kompakte Roborock Saros Sonic hat im Test keine echte Schwäche, aber viele Stärken gezeigt. Besonders beeindruckend ist die ausgezeichnete und flexible Orientierung, aber auch die Reinigungsleistung sowohl beim Saugen als auch beim Wischen hat überzeugt. Dazu kommen viele Anpassungsmöglichkeiten in der umfangreichen App und eine sehr gute Selbstwartung in der Station. Der größte Nachteil des Roboters ist sein hoher Preis von knapp 1550 Euro.

Quelle: ntv.de

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