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Startseite»Nachrichten»Neue Voting-Regeln: ESC-Finale hat begonnen – viel Jubel für Sarah Engels
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Neue Voting-Regeln: ESC-Finale hat begonnen – viel Jubel für Sarah Engels

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Neue Voting-RegelnESC-Finale hat begonnen – viel Jubel für Sarah Engels

Sarah Engels lässt sich rücklings in die Arme ihrer Sängerinnen fallen. (Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN)

Der Eurovision Song Contest läuft, Sarah Engels hat bereits gesungen und ordentlich Jubel kassiert. Als Favorit gilt der deutsche Beitrag allerdings nicht. Sieger oder Siegerin stehen nach Mitternacht fest.

Pünktlich um 21.00 Uhr hat in Wien das Finale des 70. Eurovision Song Contest begonnen. 25 Lieder und ihre Interpreten kämpfen um den Sieg. Das Siegerlied steht nach der traditionell komplizierten Punktevergabe gegen 1.00 Uhr nachts fest.

Für Deutschland geht Sarah Engels mit dem Song „Fire“ ins Rennen. Sarah Engels hat die Startnummer zwei, die als Pechbringer gilt. Sie trug ein sogenanntes Trickkleid – eine zunächst weiße Robe wurde von ihren Tänzerinnen zerrissen, darunter kam dann das eigentliche Outfit zum Vorschein. Der Höhepunkt des Auftritts: ein perfekt getimter Fall rücklings in die Arme ihrer Tänzerinnen. Das Publikum in der Wiener Stadthalle reagierte mit Jubel. Auch nach dem Song gab es starken Beifall.

Der Auftritt folgte auf den Dänen Søren Torpegaard Lund mit der Startnummer eins. Gleich nach Sarah Engels trat Noam Bettan aus Israel auf, der auf Hebräisch, Französisch und Englisch sang. Auch für ihn gab es großen Applaus – und keine Zwischenrufe.

Buchmachern zufolge hatten die höchsten Siegchancen am Samstagabend kurz vor dem Finale die Songs aus Finnland und Australien. Auch Griechenland, Bulgarien und Israel wurden gute Chancen eingeräumt.

Fünf Länder boykottieren

Knapp die Hälfte der Punkte ist schon vergeben worden: Die Jurys bewerten die Generalprobe vom Freitagabend. Ihre Votes werden in den berühmten Schalten später um Mitternacht herum durchgegeben. Für Deutschland meldet sich dann aus Baden-Baden Wavvyboi als fürsprechende Person. Wavvyboi war beim Vorentscheid auf Platz zwei hinter Engels gelandet.

Zuschauer-Votes sind während der ganzen Show möglich, allerdings natürlich nicht für das eigene Land. Später machen sie die zweite Hälfte der Punkte aus.

Israels Teilnahme war der Grund für fünf Länder, in diesem Jahr nicht am ESC teilzunehmen: Spanien, Irland, die Niederlande, Slowenien und Island boykottieren den Wettbewerb wegen des israelischen Vorgehens im Gazastreifen.

Demo am Nachmittag

In Wien demonstrierten am Nachmittag mehrere Tausend Menschen gegen die Teilnahme Israels. Aus Kreisen der Einsatzkräfte war von etwa 2600 Teilnehmern die Rede, die trotz des schlechten Wetters unter dem Motto „Keine Bühne für den Völkermord“ mitmarschierten.

Die Demonstranten warfen den ESC-Veranstaltern Heuchelei vor, weil Israel im Gegensatz zu Russland teilnehmen dürfe. Sie hielten Plakate mit Slogans wie „Freiheit für Palästina“ oder „Block Eurovision“ in die Höhe.

Vergangenes Jahr in Basel hatte der österreichische Countertenor JJ die weltweit größte Musikshow gewonnen. Deshalb tragen Österreich und seine Rundfunkanstalt ORF die diesjährige Show aus.

Neue Voting-Regeln

Moderiert wird der ESC von der „Let’s Dance“-Moderatorin Victoria Swarovski und dem Schauspieler Michael Ostrowski.

Für den ESC 2026 wurden die Regeln angepasst. Neu war beispielsweise, dass in den Halbfinalen über das Weiterkommen nicht mehr allein das Publikum entschied. Die Hälfte der Punkte vergaben wieder die nationalen Jurys – ein Regelwerk, das zuletzt nur im Finale gegolten hatte.

Außerdem: Die maximale Anzahl der Stimmen des Publikums via App, SMS und Anruf wurde von 20 auf 10 reduziert. Damit reagierte die Europäische Rundfunkunion (EBU) auf das Ergebnis des ESC 2025: Vor einem Jahr hatte die israelische Sängerin Yuval Raphael dank eines überwältigenden Publikums-Votings Platz zwei errungen. Es gab Vermutungen, dass dem Ergebnis eine strategische Mobilisierung der Zuschauer und Zuschauerinnen zugunsten Israels zugrunde lag. Auch dieser Vorwurf wurde von den boykottierenden Ländern erhoben.

Quelle: ntv.de, hvo/dpa

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