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Startseite»Nachrichten»Anschlag ausgenutzt: Fotograf soll Bondi-Beach-Toten bestohlen haben
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Anschlag ausgenutzt: Fotograf soll Bondi-Beach-Toten bestohlen haben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Anschlag ausgenutztFotograf soll Bondi-Beach-Toten bestohlen haben

Nach dem Angriff blieben viele Habseligkeiten von Opfern und geflüchteten Strandbesuchern zurück. (Foto: REUTERS)

Im März wendet sich die Ehefrau eines Mannes, der am Bondi Beach getötet wurde, an die Öffentlichkeit: Sie sucht seine Kamera, die an jenem Tag verschwand. Dann nimmt die Polizei den Fall in die Hand.

Der Angriff auf eine Zeremonie zum jüdischen Chanukka-Fest am beliebten Bondi-Beach von Sydney hat nicht nur Australien erschüttert. Nun geht die Polizei einem ungeheuerlichen Verdacht nach. Einem Fotografen wird vorgeworfen, die Kameraausrüstung eines der Opfer gestohlen und sie Tage nach der Massenerschießung verpfändet zu haben. Bei dem Angriff waren 15 Menschen ums Leben gekommen, darunter war auch der Bestohlene.

Der 35-jährige Mann wurde am Mittwoch festgenommen und angeklagt, nachdem die Polizei sein Haus in einem westlichen Vorort von Sydney durchsucht und eine Kamera, Handschellen und elektronische Geräte beschlagnahmt hatte. Die Polizei wirft dem Mann vor, die Ausrüstung von Peter Meagher, einem pensionierten Polizisten und Fotografen, gestohlen zu haben.

Meagher arbeitete bei der Chanukka-Veranstaltung und wurde getötet, nachdem zwei Bewaffnete das Feuer auf die Menge eröffnet hatten. Der Beschuldigte war laut Polizeiangaben ebenfalls als Fotograf bei der Veranstaltung. Er wurde unter strengen Auflagen auf Kaution freigelassen und muss nächsten Monat vor Gericht erscheinen.

Bitte um Rückgabe

Meaghers Ehefrau Virginia hatte sich über die sozialen Medien mit der Bitte um Rückgabe der vermissten Kamera ihres Mannes an die Öffentlichkeit gewandt. Es sei offensichtlich, dass jemand die Kamera ihres Mannes aus dem Archer Park mitgenommen hat, schrieb sie im März auf Facebook. Und die Polizei sei es offensichtlich nicht. „Ich hätte seine Kamera sehr gerne zurück.“

Dem nun beschuldigten Mann werden verschiedene Straftaten zur Last gelegt, darunter Diebstahl, die Veräußerung von Diebesgut, der Besitz oder die Verwendung einer verbotenen Waffe ohne Genehmigung sowie die Lieferung und der Besitz einer verbotenen Droge. Bei der Razzia hatte die Polizei auch eine kleine Menge weißes Kristallpulver sowie weitere Elektronikgeräte gefunden.

Quelle: ntv.de, sba

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