Seit dem 19. Mai stecken sieben Arbeiter in einer überfluteten Höhle in Laos fest. Bisher konnten Rettungsteams nicht zu ihnen gelangen. Angesichts der Wassermassen und niedriger Sauerstoffwerte wächst die Sorge um die Vermissten.
Im Norden von Laos sitzen seit Tagen sieben Menschen in einer überfluteten Höhle fest. Spezialteams aus dem Nachbarland Thailand unterstützen inzwischen die schwierige Rettungsmission, die von Wassermassen, engen Gängen und Sauerstoffmangel erschwert wird.
Insgesamt waren nach Behördenangaben zehn Männer bereits am 19. Mai in eine Höhle im Bezirk Longchaeng in der Provinz Xaisomboun, etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane, vorgedrungen, um dort nach Gold zu graben.
Heftige Regenfälle lösten eine Sturzflut aus, die dazu führte, dass sieben Männer nicht mehr aus der Höhle herauskamen, wie Rettungsmannschaften aus Laos und Thailand mitteilten, die sich an dem Einsatz beteiligten. Die Regierung in Laos hatte Thailand zuvor um Hilfe bei der Rettung gebeten.
Die Region um den Bezirk Longchaeng ist von schroffen Bergen, steilen Tälern und dichtem Dschungel geprägt und liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane.
Mangelnder Sauerstoff: Zustand der Vermissten unklar
Nach Angaben der Retter gestaltet sich der Einsatz äußerst schwierig. Der Zugang zur Höhle führe durch einen nur rund 60 Zentimeter breiten Tunnel, durch den Einsatzkräfte etwa 100 Meter kriechen müssten, zitierte der thailändische Sender Channel 7 beteiligte Einsatzkräfte.
Steigende Wassermassen verhinderten bislang jedoch ein weiteres Vordringen. Zusätzliche Sorgen bereiten niedrige Sauerstoffwerte in der Höhle sowie anhaltender Regen, der die Lage weiter verschärft.
Spezialisten pumpen seit Tagen Wasser aus der Höhle und beobachten die Wetterentwicklung. Es ist allerdings unklar, ob die Vermissten überhaupt noch am Leben sind.
