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Startseite»Nachrichten»3,4 Billionen Dollar Vermögen: In Deutschland gibt es deutlich mehr Superreiche
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3,4 Billionen Dollar Vermögen: In Deutschland gibt es deutlich mehr Superreiche

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 27, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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3,4 Billionen Dollar VermögenIn Deutschland gibt es deutlich mehr Superreiche

Die meisten Menschen in Deutschland besitzen weniger als 250.000 Dollar. (Foto: picture alliance / SZ Photo)

Der elitäre Kreis der Superreichen in Deutschland ist innerhalb des vergangenen Jahres um über 1000 Personen größer geworden. Ihr Vermögen wächst hauptsächlich dank der Aktienmärkte. Andere Bevölkerungsgruppen sind hingegen deutlich zurückhaltender an den Börsen.

Rund 5000 Superreiche besitzen nach Berechnungen der Unternehmensberatung BCG mehr als ein Viertel des Finanzvermögens in Deutschland. Demnach ist die Zahl der Menschen in Deutschland, die mehr als 100 Millionen Dollar (rund 86 Mio. Euro) besitzen, 2025 um rund 1100 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ihnen gehören mit 3,4 Billionen Dollar rund 27,3 Prozent des Gesamt-Finanzvermögens von 12,4 Billionen Dollar in Deutschland, wie die 26. Ausgabe des „Global Wealth Report“ der Boston Consulting Group zeigt.

Laut BCG profitierten Superreiche im vergangenen Jahr vor allem von Gewinnen an den Aktienmärkten. Bis 2030 werde ihr Anteil am deutschen Finanzvermögen auf 29 Prozent steigen, prognostiziert die Unternehmensberatung. „Die Konzentration des Vermögens an der Spitze nimmt weiter zu – wer mehr hat, kann breiter streuen und in renditestärkere Anlageklassen wie Aktien oder Private Equity investieren“, sagte Michael Kahlich, BCG-Partner in Zürich und Co-Autor der Studie.

Den Superreichen gegenüber stehen rund 66 Millionen Menschen in Deutschland mit einem Finanzvermögen (also ohne Immobilien) von unter 250.000 Dollar. Dieser großen Mehrheit gehört ein Drittel (35,9 Prozent) des Finanzvermögens. Dazwischen: rund 3,2 Millionen Menschen mit einem Vermögen zwischen einer Viertelmillion und einer Million Dollar, auf die 11,3 Prozent entfällt. Ganz oben steht eine Elite: Mehr als 700.000 Multimillionäre halten zusammen mit den rund 5000 Superreichen über die Hälfte (52,8 Prozent) des Finanzvermögens.

BCG analysiert jährlich die weltweite Entwicklung privater Vermögen. Die Studie umfasst 97 Märkte, auf die 98 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung entfallen, und berücksichtigt Daten von mehr als 100 Banken und Vermögensverwaltern. Zum Finanzvermögen zählen Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Anleihen, Lebensversicherungen, Fonds und Pensionen. Zudem werden Sachwerte wie Immobilien und Edelmetalle sowie Verbindlichkeiten betrachtet.

Aktienkultur weiter schwach

Das Nettovermögen der Deutschen stieg 2025 laut Studie um rund 15 Prozent auf 23,3 Billionen Dollar. Dabei legten die Finanzvermögen dank starker Börsen um fast 18 Prozent zu. Sachwerte – vor allem Immobilien – wuchsen auf 13,4 Billionen Dollar und machten mehr als die Hälfte der Vermögen aus. Die Schulden stiegen leicht auf 2,5 Billionen Dollar.

„Die Deutschen bleiben vorsichtige Anleger. Einlagen und Bargeld dominieren weiterhin die Vermögensstruktur privater Haushalte. Gleichzeitig sehen wir, dass ETFs, Aktien und kapitalmarktorientierte Anlagen stetig an Bedeutung gewinnen“, sagt Kahlich. Die schwächelnde Wirtschaft, die alternde Bevölkerung und die relativ schwache Aktienkultur dämpften aber den Vermögensaufbau.

Weltweit legten die Nettovermögen laut BCG 2025 kräftig zu, um gut 9 Prozent auf 550 Billionen Dollar. Dabei stiegen besonders die Finanzvermögen 2025 um fast 11 Prozent – das stärkste Plus seit 2021. Im globalen Vergleich liegen die USA mit 147 Billionen Dollar Finanzvermögen unangefochten vorn. Es folgen China (41,5 Billionen), Japan (15,6) und Deutschland (12,4).

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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