Die Regierungspartei von Ministerpräsident Sánchez steht wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck. Nun hat die spanische Polizei die Parteizentrale in Madrid durchsucht. Demnach geht es um mögliche illegale Parteifinanzierung.
Die spanische Polizei hat die Zentrale der regierenden Sozialistischen Partei PSOE von Ministerpräsident Pedro Sánchez in Madrid durchsucht. Ziel des gerichtlich angeordneten Einsatzes sei es gewesen, Informationen über eine mögliche illegale Parteifinanzierung zu sammeln, berichteten mehrere spanische Medien.
Partei hat mit Korruptionsvorwürfen zu kämpfen
Die Polizeieinheit Guardia Civil bestätigte einen Einsatz von Beamten in dem Gebäude. Einzelheiten wurden unter Verweis auf laufende Untersuchungen nicht genannt.
Die Durchsuchung des Büros im Zentrum Madrids ist ein weiterer Schlag für die Partei von Ministerpräsident Sánchez, dessen Sozialisten mit einer Reihe von Korruptionsvorwürfen konfrontiert sind. Gegen Sánchez‘ Frau und seinen Bruder wird wegen Einflussnahme ermittelt.
Einem ehemaligen Minister unter Sánchez und einem hochrangigen Parteifunktionär wird vorgeworfen, sie seien in einen Schmiergeldring verwickelt gewesen, der während der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde. Sie haben die Vorwürfe bestritten. Sánchez selbst hat die Vorwürfe gegen seine Angehörigen als Teil einer Verleumdungskampagne bezeichnet.
Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) von Sanchez sieht sich mit einer Reihe von Korruptionsskandalen konfrontiert. Dazu gehören Ermittlungen gegen enge Vertraute sowie Familienmitglieder des Regierungschefs. Am Samstag hatten bei einer Großdemonstration in Madrid Zehntausende Menschen den Rücktritt von Sánchez gefordert.
