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„Nicht mehr viele Orte übrig“: Hoffnungen für zwei Vermisste in überfluteter Höhle schwinden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Nicht mehr viele Orte übrig“Hoffnungen für zwei Vermisste in überfluteter Höhle schwinden

In den engen Tunneln herrscht laut den Tauchern praktisch keine Sicht. (Foto: picture alliance/dpa/Benz Norrased Palasing Seascout Diving)

Von zwei vermissten Goldsuchern in einer Höhle in Laos fehlt weiter jede Spur. Derweil arbeiten Einsatzkräfte daran, die fünf Überlebenden in Sicherheit zu bringen. Doch diese sitzen Hunderte Meter vom Eingang fest. Jetzt erwägen die Retter zwei Möglichkeiten.

Im dramatischen Höhlendrama in Laos schwinden die Hoffnungen, zwei weiterhin vermisste Goldsucher lebend zu finden. Rettungskräfte hätten inzwischen rund 95 Prozent des überfluteten Tunnelsystems durchsucht, bislang aber keine Spur der beiden Männer entdeckt, sagte der bekannte finnische Höhlentaucher Mikko Paasi dem Sender ThaiPBS World. „Wir haben nicht mehr viele Orte übrig, an denen wir suchen können“, erklärte der Experte. Die Chancen seien „sehr gering“.

Paasi gilt als einer der erfahrensten Höhlentaucher weltweit und hilft bei der Koordination der Mission in Laos. Bereits bei der erfolgreichen Rettung eines in der Tham-Luang-Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballteams im Jahr 2018 spielte er eine entscheidende Rolle. Als am Mittwoch fünf der in Laos Eingeschlossenen lebend entdeckt wurden, war er an vorderster Front dabei.

Es gebe in den bislang unzugänglichen Bereichen der Höhle keine trockenen Stellen, an denen Menschen eine Woche lang hätten überleben können, betonte Paasi mit Blick auf die zwei als verschollen geltenden Männer. Auch hätten die fünf Überlebenden selbst nicht gewusst, dass zwei weitere Personen vermisst würden.

Derweil arbeiten die Einsatzkräfte fieberhaft daran, die Männer aus der Höhle in der nördlichen Provinz Xaisomboun zu bergen. Die Gruppe sitzt seit zehn Tagen Hunderte Meter vom Eingang fest, nachdem heftige Regenfälle die Goldmine geflutet und einen Erdrutsch ausgelöst hatten. Kollegen, die sich retten konnten, hatten Alarm geschlagen.

Die Rettung wird als extrem gefährlich bewertet. Nach Angaben der Taucher herrscht in den engen Tunneln praktisch keine Sicht. „Unter Wasser tasten wir mit Armen und Beinen“, sagte Paasi. Teilweise müssten Taucher sogar ausatmen, um sich durch die engen Passagen zwängen zu können. Zudem bestehe bei Regen jederzeit die Gefahr neuer Überflutungen oder Einstürze.

Die Retter erwägen zwei Möglichkeiten: Entweder soll weiter Wasser aus der Höhle gepumpt werden, oder die Überlebenden müssen durch die überfluteten Tunnel tauchend herausgebracht werden – obwohl sie damit keine Erfahrung haben. Das Abpumpen wäre laut Paasi die sicherere Lösung, habe bislang wegen der engen Schächte aber kaum funktioniert.

Dieses-Bild-aus-dem-von-Benz-Norrased-Palasing-Seascout-Diving-zur-Verfuegung-gestellten-Video-zeigt-die-Goldsucher-die-in-einer-ueberfluteten-Hoehle-in-der-Provinz-Xaisomboun-eingeschlossen-und-gefunden-wurden
Die Gruppe sitzt seit zehn Tagen fest. (Foto: picture alliance/dpa/Benz Norrased Palasing Seascout Diving)

Die fünf Überlebenden seien jedoch körperlich und mental erstaunlich stabil. Als Bergarbeiter seien sie an enge unterirdische Räume gewöhnt und litten nicht unter Platzangst, sagte Paasi. Auch hätten sie ausreichend Nahrung und Wasser dabeigehabt, weil sie ohnehin mehrere Tage in der Mine verbringen wollten.

Nach Angaben einer thailändischen Rettungsorganisation wurden inzwischen weitere internationale Spezialisten angefordert. Unter anderem werden Experten aus Malaysia, Japan und Frankreich erwartet. Auch der australische Tauchspezialist Josh Richards ist auf dem Weg.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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