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Startseite»Nachrichten»Russische Drohne trifft Wohnhaus: Rumänien verlangt Drohnen-Abwehrtechnik von der Nato
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Russische Drohne trifft Wohnhaus: Rumänien verlangt Drohnen-Abwehrtechnik von der Nato

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 29, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Russische Drohne trifft WohnhausRumänien verlangt Drohnen-Abwehrtechnik von der Nato

Die gesamte Sprengladung der Drohne sei detoniert, sagt die rumänische Katastrophenschutzbehörde. (Foto: picture alliance/dpa/ISU Galati/AP)

Eine russische Drohne kracht in der Nacht in ein rumänisches Wohnhaus. Rumänien fordert mehr Schutz – und will Moskau auf diplomatischem Weg zur Rechenschaft ziehen.

Der Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in Rumänien hat bei den Nato-Verbündeten scharfe Kritik an Moskau und Solidaritätsbekundungen für Bukarest hervorgerufen. Er habe dem rumänischen Präsidenten Nicosur Dan die „uneingeschränkte Solidarität“ der Nato ausgesprochen, erklärte Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Ähnlich äußerte sich der US-Botschafter bei der Nato, Matthew Whitaker. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha teilte mit, die Ukraine stehe fest an der Seite Rumäniens und sei zur engen Zusammenarbeit bereit, um den Schutz vor solchen Bedrohungen zu stärken.

Am frühen Morgen war eine russische Drohne in ein Wohnhaus der ostrumänischen Stadt Galati eingeschlagen. Die Drohne habe ein Apartment im zehnten Stock getroffen und ein Feuer ausgelöst, teilte die rumänische Katastrophenschutzbehörde mit. Die gesamte Sprengladung der Drohne sei detoniert. Rund 70 Menschen seien in Sicherheit gebracht und der Brand gelöscht worden.

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Der Schaden ist groß: An dieser Stelle ist die russische Drohne eingeschlagen. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Der Vorfall habe sich bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen „auf zivile Ziele und Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine“ ereignet, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Nach Angaben des Innenministeriums mussten zwei leichtverletzte Personen vor Ort versorgt werden. Der rumänische Präsident Nicusor Dan sprach von einem „beispiellosen“ Vorgang und vom „schwersten Vorfall“ in seinem Land seit Beginn des Ukraine-Krieges in der Ukraine.

Galati liegt an der Donau. Die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt.

„Eine Gefahr für alle“

Das Nato-Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa (Shape) erklärte, als Reaktion auf den Vorfall seien zwei rumänische Kampfjets unter Nato-Kommando gestartet. Nato-Generalsekretär Rutte verurteilte den Vorfall scharf. Das rücksichtslose Verhalten Russlands sei eine Gefahr für alle, schrieb er auf X. Der Einschlag zeige erneut, dass die Auswirkungen des illegalen Angriffskrieges nicht an den Grenzen Halt machten. Die Nato sei bereit, jeden Zentimeter ihres Territoriums zu verteidigen.

„Wir stehen an der Seite unseres Nato-Verbündeten Rumänien und verurteilen dieses rücksichtslose Eindringen in sein Territorium“, schrieb der US-Botschafter bei der Nato, Matthew Whitaker, auf X. Seine Gedanken seien bei den Verletzten in der Stadt Galati. Die USA würden jeden Zentimeter des Nato-Territoriums verteidigen. Russland erwähnte er nicht.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, Russland habe damit bei seinem seit mehr als vier Jahren andauernden „Angriffskrieg eine weitere Grenze überschritten“. Die EU werde ihre „Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen“ weiter verstärken, insbesondere an ihrer Ostflanke.

Auch Moldaus Präsidentin Maia Sandu äußerte sich besorgt angesichts des Vorfalls im Nachbarland. Russland sei „eine Gefahr für alle und muss gestoppt werden“, schrieb sie auf X. Die frühere Sowjetrepublik Moldau grenzt sowohl an Rumänien als auch an die Ukraine.

Einzig die Ukraine bot Rumänien jedoch Unterstützung bei der Abwehr von Drohnen an. Die Ukraine stehe fest an der Seite Rumäniens und sei zur engen Zusammenarbeit bereit, um den Schutz vor solchen Bedrohungen zu stärken, sagte Außenminister Sybiha. Die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung sei eine strategische Aufgabe, um auch die Risiken für die Nachbarstaaten zu verringern.

Bitte um Drohnen-Abwehrtechnik

Das rumänische Außenministerium verlangt von der Nato mehr Mittel, um künftige Drohnen abwehren zu können. Man habe das Nato-Generalsekretariat über den Vorfall informiert und um die Beschleunigung des Transfers von Drohnen-Abwehrtechnik nach Rumänien gebeten, heißt es aus Bukarest.

Rumänien selbst will diese „gravierende Verletzung des internationalen Rechts und seines Luftraums mit diplomatischen Maßnahmen beantworten“. „Die Russische Föderation trägt die direkte Verantwortung für diese schlimme und verantwortungslose Aktion“, teilt das Außenministerium mit. „Rumänien wird mit maximaler Entschlossenheit dafür eintreten, dass der internationale Druck auf die Russische Föderation zum sofortigen und umfassenden Ende des Beschusses verstärkt wird.“

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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