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Startseite»Nachrichten»Kreml kündigt Vergeltung an: Ukraine meldet schweren Treffer auf russisches Ostsee-Kriegsschiff
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Kreml kündigt Vergeltung an: Ukraine meldet schweren Treffer auf russisches Ostsee-Kriegsschiff

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 3, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Kreml kündigt Vergeltung anUkraine meldet schweren Treffer auf russisches Ostsee-Kriegsschiff

Auf Kronstadt sind eile der russischen Ostsee-Flotte stationiert. (Foto: AFP)

Im Laufe des Tages gelingen der Ukraine mehrere Schläge gegen Einrichtungen des russischen Militär- und Energiesektors. Der Kreml nutzt wiederum die Angriffe zur Begründung für die Fortsetzung des Kriegs in der Ukraine.

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben bei seinem Angriff auf Kronstadt ein Kriegsschiff der russischen Ostsee-Flotte getroffen. Der Treffer habe an Bord der Korvette „Boikij“ einen Großbrand ausgelöst, teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. In der Militäreinrichtung auf einer Insel in der Nähe der russischen Metropole St. Petersburg befinden sich Teile der russischen Ostsee-Flotte sowie wichtige Schiffbau- und Reparaturanlagen. 

Zuvor haben die ukrainischen Streitkräfte laut ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Ölterminal in St. Petersburg angegriffen. Nach Angaben des örtlichen Gouverneurs wurden Teile der Infrastruktur in mehreren Bezirken beschädigt und mehrere Menschen verletzt. Ein unbestätigtes Video, das in den sozialen Medien kursiert, zeigt Anwohner, die ukrainische Drohnen filmen. Diese ähneln Flugzeugen und fliegen über Teilen der Stadt, während im Hintergrund Brände am Exportterminal für Treibstoff wüten.

Zudem sei eine Rüstungsfabrik in der russischen Region Tambow beschossen worden. Tambow liegt südlich von Moskau. Nach russischen Angaben seien Ziele in der Stadt Mitschurinsk getroffen worden. Unter anderem seien Nebengebäude eines Industriebetriebes, ein Wohnhaus und eine Bibliothek beschädigt worden, teilt der Gouverneur der zentralrussischen Region Tambow, Jewgeni Perwyschow, mit. Verletzte gebe es nicht.

Indes nutzt der Kreml den ukrainischen Drohnenangriff auf St. Petersburg vor einem internationalen Wirtschaftsforum in der Ostseemetropole zur Begründung für die Fortsetzung des Kriegs in der Ukraine. „Allgemein kann ich sagen, dass wir die militärische Spezialoperation auch deswegen fortführen, damit es solche Schläge nicht gibt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge.

Kreml kündigt Vergeltung an

Ein direkter Vergeltungsschlag läge aber im Verantwortungsbereich des Verteidigungsministeriums, wich er dabei der Frage nach einer Reaktion auf die Angriffe aus. „Ich möchte Sie an die Erklärung des Außenministeriums erinnern, in der es heißt, dass unsere Reaktionen systematisch sein werden, und das sind sie auch schon“, sagt der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau, Dmitri Peskow, vor der Presse.

In der russischen Metropole St. Petersburg beginnt ein internationales Wirtschaftsforum, das auch als „russisches Davos“ von Präsident Wladimir Putin bezeichnet wird. Erwartet werden dort westliche Unternehmer und Wirtschaftsvertreter. Aus Deutschland reisen auch zwei Bundestagsabgeordnete der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD nach St. Petersburg, Markus Frohnmaier und Steffen Kotré. Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion sagte, es sei sinnvoll, Kontakte mit allen Seiten zu pflegen sowie Gesprächskanäle offenzuhalten.

Quelle: ntv.de, gut/rts/AFP/dpa

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