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Startseite»Nachrichten»Nach Bieterwettbewerb: Insolvente Perlon-Gruppe wird chinesisch
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Nach Bieterwettbewerb: Insolvente Perlon-Gruppe wird chinesisch

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Nach BieterwettbewerbInsolvente Perlon-Gruppe wird chinesisch

Ein schwacher Weltmarkt, hohe Energie- und Rohstoffkosten und die erstarkte chinesische Konkurrenz machen der Chemieindustrie in Deutschland zu schaffen.

Die deutsche Chemieindustrie ist in der schwierigsten Situation seit Jahrzehnten. Etliche Unternehmen schreiben rote Zahlen. Die insolvente Perlon-Gruppe bekommt jetzt einen neuen Eigentümer aus China. So sollen rund 450 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Ein chinesischer Käufer übernimmt ein insolventes Chemie-Traditionsunternehmen: Die Perlon-Gruppe mit sieben Gesellschaften in Deutschland, Polen und China geht an die Wuxi Yinda Nylon Company, wie die mit der Sanierung beauftragte Ulmer Anwaltskanzlei SGP Schneider Geiwitz mitteilte. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Rund 450 der insgesamt rund 510 Arbeitsplätze in den drei deutschen Standorten der Gruppe in Bobingen bei Augsburg, dem baden-württembergischen Munderkingen und im hessischen Waldmichelbach sollen erhalten bleiben. Der Verkauf ist demnach bereits vollzogen.

Bisheriger Perlon-Eigentümer war die Serafin-Gruppe, ein der Augsburger Unternehmerfamilie Haindl gehörender Finanzinvestor mit Sitz in München. Die Perlon-Gruppe war 2025 in finanzielle Schwierigkeiten geraten, am 1. Oktober hatte das Amtsgericht Augsburg das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Die Gruppe stellt Kunststofffasern unter anderem für Papiermaschinen, Bürsten und Medizintechnik her.

Die Chefetage bei Serafin hatte dann offenkundig entschieden, sich von der Perlon-Gruppe zu trennen, Wuxi Yinda setzte sich demnach in einem internationalen Investorenprozess durch. Der Käufer ist laut SGP Schneider Geiwitz ein familiengeführtes Chemieunternehmen. Ansonsten finden sich über Wuxi Yinda nur sehr spärliche Informationen im Netz.

Die deutsche Chemieindustrie ist in der schwierigsten Situation seit Jahrzehnten, auch etliche größere Unternehmen schreiben an ihren deutschen Standorten rote Zahlen. Ursachen sind ein schwacher Weltmarkt, hohe Energie- und Rohstoffkosten in Deutschland und die erstarkte chinesische Konkurrenz.

Nach früheren Angaben kämpfte die Perlon-Gruppe mit gesunkener Nachfrage im europäischen Papiermaschinenmarkt ebenso wie mit massiven Energie- und Lohnkostensteigerungen und internationalem Verdrängungswettbewerb.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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