Mehrere Rechtswidrigkeiten?
Trump flattert Klage wegen Käfigkampfspektakel ins Haus
Nicht alle sind begeistert angesichts des ersten Sportevents vor dem Weißen Haus. Trumps Käfigkämpfe rufen eine selbsternannte Anti-Korruptionskanzlei auf den Plan, die nun juristisch dagegen vorgeht.
Ein Kampfsport-Event direkt vor dem Weißen Haus – ob da alles mit rechten Dingen zugeht? Daran zweifelt zumindest die Organisation Public Integrity Project, die Bundesklage gegen die dort für den 14. Juni geplante UFC-Veranstaltung eingereicht hat. Darin werden gleich mehrere mutmaßliche Rechtswidrigkeiten rund um das MMA-Event angeprangert.
„UFC Freedom 250“ soll am 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump auf dem South Lawn des Weißen Hauses stattfinden, als Teil der Feierlichkeiten zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Es wäre die erste professionelle Sportveranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses.
Trump vergleicht seinen Kampfkäfig mit dem Eiffelturm
Das Public Integrity Project will eine einstweilige Verfügung gegen die Veranstaltung erwirken. „Wir sind der Meinung, dass dies ein schwerwiegender Missbrauch unserer heiligen nationalen Denkmäler zum privaten Vorteil ist. Wenn dieser Kampf stattfinden darf, wird dies nur der Anfang sein und unsere nationalen Denkmäler werden zu Werbeträgern für die Reichen und gut Vernetzten verkommen. Wir wollen das verhindern“, sagte Brendan Ballou, leitender Anwalt des Public Integrity Project.
Auch wenn es nur geladene Gäste und für den Ellipse Park 85.000 Gratis-Tickets gibt, sieht die selbsternannte Anti-Korruptionskanzlei darin eine kommerzielle Veranstaltung. Rund um die Käfigkonstruktionen haben nur etwas mehr als 4000 Zuschauer Platz. In den vergangenen Tagen war bereits von Sponsorenpaketen die Rede, die rund 1,5 Millionen Dollar kosten sollen und letztlich Zugang zur Veranstaltung auf dem Südrasen gewähren. Auch der Bau der „Klaue“, wie die Kuppelkonstruktion genannt wird, hätte vom Kongress genehmigt werden müssen, bemängelt die Organisation in der Anklage. Zudem sei keine Umweltprüfung durchgeführt worden.
Die Trump-Regierung gab gegenüber ESPN eine Stellungnahme ab und bezeichnete die Klage als „unbegründet und verzögernd“. Sie ziele lediglich darauf ab, Präsident Trump daran zu hindern, während unserer 250-Jahr-Feier ein Sportereignis auszurichten, „das zweifellos als eines der historisch bedeutendsten in der Geschichte unseres Landes in die Annalen eingehen wird“.
Verwendete Quellen: ntv.de, mba
