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Startseite»Nachrichten»Dobrindt will Einschränkungen: Zahl der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland steigt massiv
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Dobrindt will Einschränkungen: Zahl der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland steigt massiv

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Dobrindt will EinschränkungenZahl der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland steigt massiv

Demonstration von ukrainischen Exilanten am vierten Jahrestag des russischen Überfalls. (Foto: picture alliance / Caro)

Seit Kiew kriegstaugliche Männer ausreisen lässt, wächst in Deutschland die Zahl ukrainischer Flüchtlinge im wehrfähigen Alter. Unter den Neueingereisten liegt sie inzwischen bei knapp 60 Prozent. Innenminister Dobrindt will das ändern und ist dabei auf Brüssel angewiesen.

Seit Anfang des vergangenen Jahres ist die Zahl der wehrfähigen Ukrainer in Deutschland deutlich gestiegen. Das ergibt sich aus aktuellen Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. Der Grund ist offenbar eine Lockerung des Ausreiseverbots von Ende August 2025. Seither dürfen wehrfähige Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren die Ukraine verlassen. Das war zuvor nur in Ausnahmefällen möglich.

Wie das Bamf dem RND mitteilte, hielten sich am Stichtag 30. Mai genau 1.348.258 Menschen in Deutschland auf, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland eingereist waren, darunter 355.745 Männer zwischen 18 und 63 Jahren. Zum Stichtag 8. März 2025 waren es nur 1.253.569 gewesen, darunter 297.660 Männer zwischen 18 und 63 Jahren.

Männeranteil ab Freigabe bei 60 Prozent

Das bedeutet: Unter den in den vergangenen 16 Monaten neu hinzugekommenen fast 100.000 Menschen aus der Ukraine waren knapp 60 Prozent Männer im wehrfähigen Alter. Dies kontrastiert deutlich mit dem Zuzug in der Anfangszeit des russischen Krieges gegen die Ukraine, als Frauen mit Kindern überwogen. So lag der Anteil der Alleinerziehenden und deren Kinder unter den Zugewanderten aus der Ukraine damals mit 40 Prozent fünfmal höher als in der Gesamtbevölkerung.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte bei einem informellen Treffen der EU-Innenminister in der vorigen Woche gefordert, wehrfähigen Ukrainern nicht mehr pauschal Schutz über die Massenzustrom-Richtlinie zu gewähren. Sie müssten, wenn dies Wirklichkeit würde, um Asyl bitten und hätten dann voraussichtlich deutlich geringere Chancen, in Deutschland bleiben zu dürfen. Dem Vernehmen nach hat Dobrindt die Mehrheit der EU-Innenminister auf seiner Seite. Die EU-Kommission muss darauf nun bis Ende Juni reagieren und entscheiden, ob sie die Massenzustrom-Richtlinie in diesem Punkt einschränkt.

Quelle: ntv.de, mau

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