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Startseite»Politik»Straße von Hormus: USA melden Abschuss iranischer Drohnen
Politik

Straße von Hormus: USA melden Abschuss iranischer Drohnen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 13.06.2026 • 05:34 Uhr

Ein Abkommen zwischen den USA und Iran scheint greifbar. Doch in der Nacht gab es erneut Kämpfe: Das US-Militär schoss laut eigenen Angaben mehrere iranische Drohnen ab, die Schiffe in der Straße von Hormus bedroht hätten.

Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnen abgeschossen, die Handelsschiffe in der Straße von Hormus bedrohten. Iran habe die Angriffsdrohnen gestartet, um „Handelsschiffe anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren“, teilte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom am Freitagabend mit. Alle Drohnen seien abgeschossen worden, die Meerenge sei für die Durchfahrt von Schiffen weiterhin „offen“.

Angriffe trotz Verhandlungen

Die Meerenge ist als Exportroute für Öl, Flüssiggas und Dünger aus den Staaten des Persischen Golfs von großer Bedeutung für die Weltwirtschaft. Die Führung in Teheran hatte zuletzt die „komplette“ Schließung bekannt – dem widersprach jedoch die US-Armee.

In den vergangenen Tagen hatte es trotz einer seit Anfang April geltenden Waffenruhe und Verhandlungen über eine Friedensvereinbarung intensive gegenseitige Angriffe gegeben. Das US-Militär griff Ziele in Iran an, Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait.

Friedensabkommen in greifbarer Nähe?

Ungeachtet dieser Auseinandersetzungen hatten beide Länder zuletzt erklärt, ein Friedensabkommen stehe kurz bevor. So hatte sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erst Freitagabend optimistisch über eine baldige Einigung auf eine Friedensvereinbarung mit den USA gezeigt. „Sobald die letzten Phasen unserer Verhandlungen abgeschlossen sind, wird dieses Abkommen unterzeichnet und bekanntgegeben“, sagte Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen.

Auch der Vermittler Pakistan erklärte, Vertreter aus Washington und Teheran hätten sich über ein Abkommen verständigt. „Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde“, schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Pakistan arbeite nun eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte zu finalisieren.

Große Streitpunkte

Ein Rahmenabkommen wäre ein wichtiger Meilenstein für ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel am 28. Februar gegen Iran begonnen hatten. Allerdings lagen die Positionen der beiden Länder noch deutlich auseinander.

Streit gibt es unter anderem um Irans Atomprogramm, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, den Krieg im Libanon, Sanktionen gegen Iran und eingefrorene iranische Vermögen im Ausland. Auch gab es sehr unterschiedliche Äußerungen darüber, in welchen Punkten man zu einer Einigung gelangt sei.

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