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Startseite»Nachrichten»„Wütend und aufgebracht“: Marius Borg Høiby randalierte im Gefängnis und brach sich die Hand
Nachrichten

„Wütend und aufgebracht“: Marius Borg Høiby randalierte im Gefängnis und brach sich die Hand

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Wütend und aufgebracht“Marius Borg Høiby randalierte im Gefängnis und brach sich die Hand

Marius Borg Høiby ist zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Foto: imago/Bestimage / Royalportraits Europe/Bernard Rubsamen / Bestimage)

Neue Details aus dem Gefängnis werfen ein Schlaglicht auf die letzten Tage vor dem Urteil: Die Ablehnung eines Freilassungsantrags bringt Marius Borg Høiby laut einem Bericht derart auf, dass er die Kontrolle über seine Emotionen verliert.

Nach der Ablehnung seines Antrags auf Freilassung soll Marius Borg Høiby im Vorfeld seiner Verurteilung laut einem Medienbericht in seiner Gefängniszelle die Beherrschung verloren und sich dabei die rechte Hand gebrochen haben. Als das Berufungsgericht Borgarting seinen Antrag auf Freilassung ablehnte, war er sehr enttäuscht und schlug in seiner Gefängniszelle gegen einen Schrank, berichtet die Zeitung „Dagbladet“.

Dabei habe er sich die rechte Hand gebrochen. „Er wurde wütend und aufgebracht. Er wollte lange Zeit nicht mit den Beamten sprechen“, heißt es in einem Bericht aus dem Gefängnis, der in der heutigen Gerichtsverhandlung vorgestellt wurde. Høibys rechter Arm sei angeblich blau angelaufen. Er wurde in eine Notaufnahme gebracht.

Am Montagmorgen wurde Marius Borg Høiby, der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Der 29-Jährige war bei seinem Schuldspruch nicht im Gerichtssaal anwesend, angeblich aus gesundheitlichen Gründen. Høiby verfolgte die Urteilsverkündung per Videoschalte im Gefängnis.

Inzwischen haben seine Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs ihren Mandanten im Gefängnis besucht. Anschließend verkündeten sie gegenüber norwegischen Medienvertretern, dass Høiby Berufung einlegen werde. „Er ist natürlich sehr erfreut über die unserer Ansicht nach recht zahlreichen Freisprüche, aber er ist überzeugt, dass er bei den Vergewaltigungsvorwürfen eindeutig unschuldig ist“, erklärten Høibys Anwälte gegenüber „Dagbladet“.

Ihr Mandant habe seine frühere Partnerin Nora Haukland außerdem „in keiner Weise misshandelt“. „Er ist sich absolut sicher, dass Berufung eingelegt werden muss“, betonten Sekulic und Andenæs. Ein Berufungsverfahren könnte ihrer Ansicht nach 2027 beginnen.

Høiby muss auch Schadenersatz zahlen

Høiby wurde für zwei der vier ihm zur Last gelegten Vergewaltigungen verurteilt: der Vergewaltigung auf einer Party in der Kellerlounge des Skaugum vor einigen Jahren und der Vergewaltigung einer Frau auf Oslos Westseite am Palmsonntag 2024. Zudem wurde der Stiefsohn von Kronprinz Haakon wegen Missbrauchs in engen Beziehungen gegenüber seiner Ex-Freundin Nora Haukland verurteilt.

Freigesprochen wurde Høiby hingegen vom Vorwurf der Vergewaltigung einer Hotelangestellten sowie einer weiteren Frau auf den Lofoten, ebenso in zwei Fällen der Verletzung einer einstweiligen Verfügung. Der 29-Jährige wurde zur Zahlung von Schadenersatz an mehrere Frauen verurteilt. Insgesamt muss er 640.000 Kronen zahlen (rund 58.000 Euro). Er wurde außerdem unter anderem zu einem Führerscheinentzug für ein Jahr und acht Monate verurteilt.

Die Strafe fiel deutlich milder aus als von der Anklage gefordert. Staatsanwalt Sturla Henriksbø hatte sieben Jahre und sieben Monate gefordert. Dass es „nur“ vier Jahre wurden, sei eine logische Folge davon, dass Høiby lediglich für zwei der vier angeklagten Vergewaltigungen verurteilt wurde, erklärte Henriksbø nach dem Urteil.

Mehrfach hatten Høibys Anwälte bereits vor der Urteilsverkündung hervorgehoben, wie wichtig die Nähe zu seiner schwer kranken Mutter für ihren Mandanten sei – und wie sehr umgekehrt die Familie ihn brauche. Kronprinzessin Mette-Marit leidet an einer chronischen Lungenfibrose und wurde auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt.

Quelle: ntv.de, jki/spot

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